Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Würden Sie gerne Schweizer Initiativen und Referenden unterschreiben können? Zwei Wirtschaftswissenschaftler schlagen vor, Ausländern, Jugendlichen, Pendlern und Auslandschweizern Mitsprache durch volles Initiativ- und Referendumsrecht zu geben.
Herzliche Grüsse
Ausländer, Jugendliche und Pendler haben eher zu schwache und Auslandschweizer eher zu starke politische Rechte, schreiben die Wirtschaftswissenschaftler Reiner Eichenberger und Anna Maria Koukal in der Weltwoche.
Die beiden schlagen vor, Ausländern, Jugendlichen und Pendlern – aber auch den Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern – Mitsprache durch volles Initiativ- und Referendumsrecht zu geben.
Das heisst, sie sollen gleich wie gewöhnliche Bürgerinnen und Bürger Initiativen und Referenden unterschreiben können. Die Ausländer nach zwei Jahren Aufenthalt, die Jugendlichen ab ihrem 15. Geburtstag und die Pendler nach zwei Jahren am gleichen Arbeitsort.
Dieser Vorschlag betrifft auch Sie, liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer. Was halten Sie davon? Würden Sie gerne Initiativen und Referenden unterschreiben können?
- Der Artikel in der WeltwocheExterner Link (Paywall).
- Aus unserem Archiv: «Die Luxusmentalität der Schweiz bezüglich ihrer Auslandsbürger ist einzigartig».
- Unser Fokus zur Fünften Schweiz.
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Hat die Schweizer Nationalbank (SNB) ein Männerproblem, fragte sich mein Kollege Fabio Canetg vor zweieinhalb Wochen und berichtete, Frauen würden bei Beförderungen systematisch übergangen. Nun berichten auch andere Medien.
Nach unserem Artikel und dem Podcast-Gespräch von Fabio Canetg mit Ökonomin Patrizia Laeri meldeten sich zahlreiche Frauen bei den beiden und berichteten, es sei alles noch viel schlimmer. Im Onlinemagazin Republik machten die beiden die Vorwürfe publik.
Über ein Dutzend Frauen berichten demnach von Lohndiskriminierung, Mobbing und Sexismus bei der SNB.
Laut Republik haben mehrere Parlamentarierinnen eine Untersuchung angekündigt. Die Nationalbank weist die Vorwürfe zurück.
- Unser Artikel sowie der Podcast mit Patrizia Laeri.
- Der Artikel in der RepublikExterner Link (Paywall).
- Der Artikel im BlickExterner Link sowie die einige Zeit zuvor publizierte Kolumne von Patrizia LaeriExterner Link.
- Ein Artikel von InsideParadeplatzExterner Link.
In wenigen Wochen lanciert die Schweiz in New York offiziell ihre erstmalige Kandidatur für einen nicht-ständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat. Dennoch kritisiert Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga die UNO.
Il est des moments qui marquent de leur empreinte des générations entières. Dans de tels moments, des actions décidées et courageuses sont requises. Cela est vrai aujourd’hui. #UNGA75Externer Link
— Simonetta Sommaruga (@s_sommaruga) September 23, 2020Externer Link
Discours : https://t.co/kkKMXv84e8Externer Link https://t.co/TCna2B1HVOExterner Link
Man hätte laut SRF annehmen können, Sommaruga würde in der UNO-Generaldebatte Worte wählen, die niemandem missfallen, um die Schweizer Kandidatur nicht zu gefährden.
Doch sie fand deutliche Worte: Man dürfe, ja man müsse die UNO kritisieren – auch und gerade im Jahr, da sie ihr 75-jähriges Bestehen feiert, so die Bundespräsidentin.
Es gebe UNO-Mitgliedsländer, die Beschlüsse blockierten, so Sommaruga. Sie meinte damit vor allem die Grossmächte Russland, China und die USA. Andere Regierungen setzten Resolutionen nicht um oder verletzten zentrale Prinzipien der UNO-Charta.
- Der Beitrag von SRFExterner Link.
- Aus unserem Archiv: Ein Plädoyer für die Schweizer Kandidatur im UNO-Sicherheitsrat. Der erste Schweizer UNO-Botschafter hingegen ist «kein Fan» der Kandidatur, wie Sie in diesem Artikel erfahren.
Und folgende Themen finden Sie heute auf swissinfo.ch: Arbeitsbedingungen von privaten Haushalt- und Betreuungshilfen, weniger Bankfilialen sowie Kritik an der Schweiz wegen dem neuen Anti-Terror-Gesetz.
Um die Versorgung und Pflege alter Menschen zu gewährleisten, steigt die Nachfrage nach privaten häuslichen Hilfskräften. Doch ihre Arbeitsbedingungen sind häufig äusserst prekär. Im Kanton Tessin wollen Beraterinnen das ändern.
Verglichen mit anderen Ländern hat die Schweiz noch immer erstaunlich viele Bankfilialen. Der internationale Trend zu weniger Filialen gibt aber auch dem Bankenland Schweiz den Takt vor – und Corona beschleunigt ihn.
Mit neuen Anti-Terror-Gesetzen werde die Schweiz für autoritäre Regimes zum Vorbild. Das Online-Magazin «Republik» sprach mit der Frau, die diese scharfe Kritik formuliert hat: der UNO-Sonderbeauftragten für Menschenrechte, Fionnuala Ní Aoláin. Wir reproduzieren das Interview Externer Linkmit freundlicher Genehmigung.
- Der Artikel über Alterspflegerinnen.
- Der Artikel über das Lichterlöschen in den Bankfilialen.
- Das Interview mit der UNO-Sonderbeauftragten.
Und zum Schluss noch dies: Weg von Kommentaren hin zu Beiträgen, das sind unsere Bestrebungen bei SWI swissinfo. Aber was bedeutet das überhaupt?
So lief es bisher ab: Wir publizieren einen Artikel. Sie schreiben Kommentare. Wir filtern diese Kommentare und schalten eine Auswahl aufgrund unserer Richtlinien entweder frei oder lehnen sie ab. Das soll in Zukunft anders laufen.
Unser Ziel ist es, mit Ihnen in Kontakt zu treten, mit Ihnen zu diskutieren und Ihre Meinung abzuholen. Genau aus diesem Grund ist es nun nicht mehr nur auf unserer App SWIplus möglich, bei unseren Debatten mitzureden, sondern auch auf unserer Webseite.
Meine Kolleginnen und Kollegen von swissinfo.ch und ich fragen Sie regelmässig, was Sie über ein bestimmtes Thema denken oder wie ihre persönlichen Erfahrungen aussehen. Hier zeige ich Ihnen eine Auswahl unserer Fragen der letzten Wochen:
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