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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Zum Wochenende erreicht Sie ein buntgemischtes Briefing über Umweltverschmutzung, Corona-Skeptiker, Banküberfälle und Bahnhofsdurchsagen mit "züridütschem" Akzent. Was halten Sie davon?

Herzliche Grüsse aus dem Home-Office in Bern. 

Masken im Meer
Opération Mer Propre

Das kannte man vom Strassenbild in Europa vor dem Jahr 2020 kaum: Gebrauchte Papier-Mundschutze, die Trottoirs säumen, verlorene Stoff-Masken, die sorgfältig an einem Gartenzaun aufgehängt auf deren Besitzer warten, oder im Wasser treibende Gummihandschuhe.

Doch seit Ausbruch der Pandemie ist alles anders. Plötzlich sind die Schutzausrüstungen weltweit ein Umweltproblem, wie meine Kollegin Emilie Ridard in ihrem Artikel feststellt. Seit einigen Monaten schlagen nun die Umweltverbände Alarm.

Ende Februar veröffentlichte Oceans Asia unweit von Hongkong die ersten schockierenden Bilder von mit Covid-Müll übersäten Stränden. Und im Rahmen des Clean-Up-Days fischten Freiwillige eine Menge Schutzmasken aus dem Genfersee.

Vor allem die Papiermasken sind eine ökologische Herausforderung: Bestehend aus Papier, Metallstab und Gummiband können sie nicht als Ganzes recycelt werden. Während die meisten europäischen Umweltministerien auf ihren Homepages Links zu ihren Aktionen, insbesondere zur Covid-Abfallwirtschaft, anbieten, lässt die Schweiz damit noch auf sich warten.

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Stellen Sie bei Ihnen auch Verschmutzung durch Masken fest? Was unternehmen die Behörden dagegen?

Sind Ihnen Umweltinitiativen in diesem Bereich bekannt? Mehr zum Thema finden Sie hier: Zum Artikel Masken und Schutzhandschuhe: die neue ökologische Bedrohung Wir bemühen uns, Ihre Fragen und Kommentare in dieser Debatte zu beantworten und für unsere zukünftige Berichterstattung zu berücksichtigen. Loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich, um mit uns zu diskutieren.

11 Kommentare
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Maskendemonstration
Keystone / Manifestation des anti-masques devant l’ONU à Genève ce 12 septembre

Die Enthüllungen eines jungen Westschweizer Journalisten des Online-Mediums Heidi.news über Gruppierungen von Corona-Leugnern und Verschwörungstheoretikern sorgen diese Woche in der ganzen Schweiz für Schlagzeilen.

Der Journalist Sami Zaïbi hat während zweier Monate «undercover» recherchiert – eine umstrittene Methode, um zu Informationen zu kommen. Doch der Chefredaktor Serge Michel rechtfertigt die Vorgehensweise im Vorwort der Artikelreihe. Anfang Woche wurden drei Artikel veröffentlicht. Weitere folgen.

Die infiltrierte Gruppierung wird von den verrücktesten Verschwörungstheorien angetrieben. «Die Pandemie war geplant. Das Virus existiert nicht. Alles eine riesige Verschwörung, in Kombination mit 5G und obligatorischen Impfungen, um die Bevölkerung zu kontrollieren, usw..», zählt watson.ch einige der Theorien auf.

Die gleichen Leute bilden das Referendumskomitee gegen die SwissCovid-App – ihren bislang grösste öffentliche Aktion nebst den Demos gegen die Coronamassnahmen, wie diejenige im September in Genf.

Bancomat gesprengt
Keystone / Salvatore Di Nolfi

Diese Woche wurden gleich mehrere Bankautomaten in der Schweiz mit Sprengstoff geknackt. Von den Räubern fehlt jede Spur. Ob die Täter grosse Beute machten, ist nicht bekannt.

Utzenstorf, Vicosoprano oder Rothrist. Quer durch die Schweiz wurden Bancomaten gesprengt. Ob es einen Zusammenhang gibt, ist unklar. Klar ist: eine erfolgreiche Sprengung kann sich lohnen. Teils können mehrere zehntausend Franken erbeutet werden.

Doch die Automaten sind sehr gut gesichert. Es gibt sogar Systeme, die das Bargeld mit Tinte färben, sollte es knallen. Hochprofessionelle Banden seien am Werk, titelt etwa der Tages-Anzeiger heute. Dazu wurde ein Sicherheitsexperte interviewt. Auch 20minuten online sprach mit einem Experten.

Die Zahl solcher Überfälle hat laut dem Bundesamt für Polizei fedpol in den letzten zwei Jahren zugenommen. Für die Ermittlung in diesen Fällen ist nicht etwa die jeweilige Gemeindepolizei zuständig, sondern die fedpol.

Bahnhofanzeige
Keystone / Nick Soland

Seit September wird man in den Bahnhöfen der SBB und BLS von einer neuen Stimme über Anschlussverbindungen, Ausfälle und Zugeinfahrten informiert. Sie hat einen Zürcher Akzent. Das polarisiert in der restlichen Schweiz.

«Weshalb die ‚Zürischnurre‘?», fragte das St. Galler Tagblatt im Juni über den Pilotversuch. Der Tages-Anzeiger nahm dies heute zum Anlass, die Frage zu stellen, was eine gute Stimme ausmacht und besuchte die ehemalige Sprecherin des Bahnhofs Zürichs. Sie hält nichts von der Computerstimme.

Mit dem neuen System der SBB wurden 6000 Sätze von Sprecherinnen in den vier Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch aufgenommen. Aus diesen Sätzen und ihren Klängen kann künftig ein Algorithmus praktisch beliebig viele Durchsagen automatisch generieren. Die SBB zeigten sich erfreut, wie schnell man Corona-spezifische Durchsagen wie etwa zur Maskenpflicht parat hatte.

Im heutigen Artikel des Tages-Anzeigers kriegt auch ein Berner mit einem aussergewöhnlichen Hobby eine Plattform. Gian Hofer sammelt ÖV-Durchsagen und lädt zusammen mit vier Gleichgesinnten täglich eine neue Ansage aus aller Welt auf seinen Youtube-Kanal.

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