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Demonstrationszug mit Bannern und Fahnen und Rauchpetarden

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland 

Der 1. Mai ist der internationale Tag der Arbeit. Ein Thema bei den Kundgebungen in der Schweiz: die Gleichstellung der Frauen. Die Polizeien waren omnipräsent. In Basel kam es zu einem Grosseinsatz.

Beste Grüsse aus Bern

Demonstrationszug mit Bannern und Fahnen und Rauchpetarden
© Keystone / Georgios Kefalas

Höhere Löhne, Gleichstellung der Frauen, Ausbau der AHV: Das forderten linke Parteien, Gruppierungen und Gewerkschaften am Tag der Arbeit.

An der Kundgebung in Schaffhausen rief Natascha Wey, Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) und Generalsekretärin des Schweizerischen Verbands des Personals öffentlicher Dienste (VPOD), zu einer neuen Offensive für die gewerkschaftlichen Forderungen Lohngleichheit, höhere Löhne für sogenannte Frauenberufe und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf auf.

In Zürich forderte SP-Nationalrätin Tamara Funiciello das Selbstbestimmungsrecht der Frauen über ihre Körper ein. Ihr Aufruf für den Frauenstreiktag am 14. Juni: «Wir sind gekommen, um zu bleiben. Und wir fordern dabei nicht nur die Hälfte des Kuchens. Wir fordern die ganze Bäckerei.»

In Zürich, wo 10’000 Personen teilnahmen, bilanzierte die Polizei Sachbeschädigungen, zog aber eine positive Bilanz.

In Basel kesselte die Polizei einen Teil der Kundgebung ein und setzte Tränengas und Gummigeschosse ein, teils auch gegen Familien mit Kindern. Eine Gewerkschafterin wurde beim Einsatz verletzt. Die Eingekesselten wurden polizeilich kontrolliert, bevor sie den Kessel verlassen durften.

Frau an Rednerpult vor Flaggen vieler Länder
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Heute hat die Schweiz den Vorsitz im UNO-Sicherheitsrat übernommen.

Diplomatinnen und Spezialisten der offiziellen schweizerischen Aussenpolitik können schwelgen: Die kleine, neutrale Schweiz hält für einen Monat im mächtigsten UNO-Gremium die Zügel in der Hand. Die Schweiz gehört dem Sicherheitsrat temporär an, also für die beiden Jahre 2023/24.

Angesichts der Haltung der Schweiz während des Kriegs in der Ukraine aber sehen Kritiker:innen das Image der Schweiz international bröckeln.

«Unsere Nachbarn werden sich in Zukunft noch stärker fragen, wie weit man der Schweiz politisch entgegenkommen will», sagt der Politikwissenschaftler Christoph Frei von der Universität St. Gallen im Bericht.

Goldbarren
Keystone / Sandro Campardo

À propos Image der Schweiz: Im Bürgerkrieg in Sudan spielen auch Goldminen namens «Switzerland» eine Rolle.

2012 stiessen Wanderarbeiter in Nord-Darfur auf Gold. Ihre Funde lösten einen Goldrausch aus: Es kamen Kriminelle, die Millionen scheffelten und Alkohol, Waffen, Drogen und Prostitution brachten.

Offiziell importiert die Schweiz seit zehn Jahren kein Gold mehr aus dem Sudan. Nur: Solches kam noch weiter bei den schweizerischen Raffinerien an und landete, in edle Barren gegossen, auch bei der Credit Suisse. Der Handel aber wurde über einen Umweg abgewickelt, nämlich über Händler aus Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Birkhuhn: Grosser, schwarzer Vogel mit roter Kappe

Zum Schluss noch ein Schub Frühlingshormone: In den Alpen balzen die Birkhähne.

Die Balz der seltenen, hühnergrossen Vögel, die über ein Kilogramm wiegen können, ist ein Naturschauspiel.

Nicht selten kämpfen zwei Männchen um die Vorherrschaft in einem Revier und somit um Weibchen.

Dafür begeben sich die schwarzen Männchen mit der typischen roten «Kappe» auf dem Kopf nicht selten in veritable «Arenen», das sind Balzplätze, wo mehrere Männchen ihre Schau abziehen.

Wer Zeug:in eines solchen Schauspiels wird, ist zu grösster Zurückhaltung aufgerufen: Man soll das Geschehen nur aus der Ferne beobachten, denn die Vögel sind laut Ornitholog:innen sehr sensibel. Sonst ist der Fortbestand der Tierart noch mehr gefährdet.



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