Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
In welchen Bereichen konnte die Schweizer Auslandgemeinde in den letzten Jahren politische Erfolge verbuchen? Wir haben nachgefragt, bei Filippo Lombardi, dem Präsidenten der Auslandschweizer-Organisation.
Herzliche Grüsse aus Bern
«Einfach war es nicht», bilanziert Filippo Lombardi die Erfolge für die 5. Schweiz.
Zwei politische Erfolge für die Auslandgemeinde verzeichnet der Präsident der Auslandschweizer-Organisation. Er blickt mit swissinfo.ch zurück auf die auslaufende vierjährige Legislatur des Parlaments.
Die letzten Jahre seien für die Lobbyarbeit zugunsten der Schweizerinnen und Schweizer im Ausland schwierig gewesen. Schuld daran sei die Coronavirus-Pandemie. Abgeordnete zu treffen, sei sehr schwierig gewesen, bilanziert Lombardi, früher selber Ständerat der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP, heute: Die Mitte).
Einen Erfolg sieht Lombardi in der Wiederaufnahme der Versuche mit E-Voting. Als zweite Errungenschaft verbuchen will der Tessiner die Ankündigung der Kantonalbanken von Genf und Zürich, wieder Gelder von Auslandschweizerinnen und Auslandschweizern annehmen zu wollen.
- Das ganze Interview meines Kollegen Balz Rigendinger mit Filippo Lombardi finden Sie hier.
- Ein weiteres Thema, auf das im Interview vertieft eingegangen wird: Der Datenklau von Adressen der Schweizer Auslandgemeinde.
- So reagierte die Fünfte Schweiz auf die Wiederaufnahme der E-Voting-Versuche.
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Sind Sie in Pension und erhalten eine Schweizer Rente? Nicht nur für Sie könnte dies relevant sein.
Die Rentenreform: eines der umfangreichsten politischen Pakete der Schweiz. Und eines, das nur harzig vom Fleck kommt. Im nächsten Frühling werden zwei Initiativen in diesem Rahmen zur Abstimmung kommen, die gegensätzlicher nicht sein könnten.
Die Renteninitiative fordert generell ein höheres Rentenalter (jenes für Frauen wird zwischen 2025 und 2028 bereits auf 65 Jahre angehoben), die Initiative «Für ein besseres Leben im Alter» eine 13. Monatsrente aus der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV).
Nun zeigt eine Umfrage von 20 Minuten und Tamedia, dass diese beiden Ideen beim Stimmvolk sehr unterschiedlich ankommen. Gemäss der Befragung von über 25’000 Personen würden 68% eine zusätzliche Monatsrente begrüssen, darunter auch viele Bürgerliche. Andererseits: 67% der Befragten würden ein höheres Rentenalter ablehnen.
- Hier finden Sie die Zusammenfassung der Umfrage im Tages-AnzeigerExterner Link.
- Wenig Zeit? Eine kürzere Version gibt’s bei 20 MinutenExterner Link.
- Wo stehen wir bei der Rentenreform in der Schweiz? Hier finden Sie die Details der letzten AHV-Abstimmung vom September 2022.
Spionagenest Schweiz – ein Überblick.
Rhetorische Frage: Wo haben russische Geheimdienste immer noch relativ grossen Spielraum? Laut dem schweizerischen Nachrichtendienst NDB sind mindestens ein Drittel der rund 220 Personen in den diplomatischen und konsularischen Vertretungen Russlands in Bern und Genf für die russischen Nachrichtendienste tätig.
Die meisten europäischen Staaten haben längst spionageverdächtige Personen des Landes verwiesen. Ein Historiker, der sich auf Nachrichtendienste spezialisiert hat, ortet die hiesige Zurückhaltung in der «diplomatischen DNA der Schweiz, Diplomatinnen und Diplomaten nur in seltenen Ausnahmefällen auszuweisen», wie er meinem Kollegen Giannis Mavris sagte.
Die Schweiz bleibe gerne passiv – zumindest öffentlich. Und Russland sei bei weitem nicht allein. Unter den in der Schweiz spionierenden Nationen befinden sich China, Frankreich, Iran und die USA (wie Whistleblower Edward Snowden enthüllte).
- Hier finden Sie Giannis‘ Artikel: «Die Schweiz und die Spionage: Passiv aus Tradition».
- Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt: Die Schweiz war schon lange ein Hotspot der Spionage.
Essen Sie gerne Schokolade? Dann könnte Ihnen dieser Beitrag an die Nieren gehen.
Schoggi – ein Schweizer Produkt par excellence. Auch ich bin ihr erlegen und kann eine Tafel nur mit Mühe weglegen, habe ich sie erst mal angeknabbert. Doch in der süssen Versuchung lauert ein Schwermetall.
Schokolade gehöre zu den wenigen Lebensmitteln, die natürlicherweise einen erhöhten Kadmium-Gehalt haben könnten, schreibt mein Kollege Anand Chandrasekhar. Kadmium schädigt die Nieren langfristig und ist bekanntlich krebserregend. Die Böden in manchen Teilen Lateinamerikas enthalten relativ hohe Mengen des giftigen Schwermetalls, das in die Kakaobohnen gelangt.
Allerdings gibt Anand in seinem Artikel Entwarnung für Europa, nachdem er beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit nachgefragt hat: «Schokoladefans in der EU, in der Schweiz und in Norwegen sind ohnehin relativ sicher, dank strengeren Vorschriften, die bereits 2019 in Kraft getreten sind», heisst es dort.
- Der Artikel von Anand über die Belastung der Schokolade mit Kadmium.
- Anand hat sich das Thema Kakao und Schokolade auf die Fahne geschrieben. Hier ein weiterer Aspekt der Schokoladeproduktion aus dem wichtigsten Importland für Kakaobohnen für die Schweiz – Ghana.
- Aus unserem Archiv: Vor zwei Jahren testete ich die Schoggi aus dem Labor. Hier meine Reportage aus Wädenswil.
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