Heute in der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Der Deutschunterricht ist in der Romandie nicht sehr beliebt, höre ich immer wieder. Die Waadtländer Schüler:innen tun mir leid: Sie müssen bald auch noch Schweizerdeutsch-Kurse belegen.
Herzliche Grüsse aus Bern
Potz Holzöpfel und Zipfelchappe! Waadtländer Schüler:innen müssen Schweizerdeutsch lernen.
Die Mehrsprachigkeit ist in der Schweiz ein vielgelobtes Gut. In der Realität sieht es oft ein bisschen anders aus. Sind seit dem Französisch- oder Italienischunterricht ein paar Jahre vergangen, parliert es sich nicht mehr so munter. Und diejenigen mit romanischer Muttersprache haben das Pech, dass in der Deutschschweiz die Dialekte den Alltag beherrschen.
Im Kanton Waadt sollen die Schüler:innen deshalb jetzt Schweizerdeutsch lernen. Das Kantonsparlament hat ein Postulat angenommen, das eine Einführung ins Schweizerdeutsche auf der Sek-Stufe fordert.
Für den Postulanten, den Grünen David Raedler, kommt es nicht in Frage, dass sich zwei Personen in der Schweiz der Einfachheit halber auf Englisch verständigen. So werde die Mehrsprachigkeit verdrängt.
- Schweizerdeutsch als Unterrichtsfach – Artikel von CH Media via WatsonExterner Link.
- In 56,7% aller Haushalte in der Schweiz wird Schweizerdeutsch gesprochen – die Zahlen zur Mehrsprachigkeit finden Sie auf der Website des BundesExterner Link.
- An diesem Dialekt beissen sich auch schweizerdeutsche Muttersprachler:innen die Zähne aus: Walliserdeutsch – Porträt im Tages-AnzeigerExterner Link. (Paywall)
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Ein Entscheid, der polarisiert: 12 Schweizer Wolfsrudel dürfen vorsorglich abgeschossen werden.
Ab Freitag geht es dem Wolf an den Kragen: 12 Wolfsrudel dürfen in der Schweiz vom 1. Dezember bis zum 31. Januar abgeschossen werden. Und zwar präventiv, bevor sie Schaden angerichtet haben.
Dass Wölfe keine Landesgrenzen kennen, ist allgemein akzeptiert. In denSchweizer Nachbarländern leben hunderte Wolfsrudel, die Tiere legen zum Teil grosse Distanzen zurück. «Ob man da etwas bewirken kann, wird die Zukunft zeigen», sagt ein Schweizer Wildhüter.
Ein Wolfexperte im Ausland glaubt, dass aufgrund der Wanderungen der Wölfe jedes Jahr wieder gleich viele Tiere geschossen werden müssen. Es dünkt ihn arrogant, dass die menschlichen Interessen vor denen der Tiere stehen. Der Bund dagegen hofft, dass die Tiere scheuer werden und schliesslich weniger erlegt werden müssen.
- Schweiz reguliert den Wolfsbestand, das Ausland nicht – Bericht von SRFExterner Link.
- Insgesamt gibt es in der Schweiz 32 Rudel. In diesem Artikel von SRFExterner Link sehen Sie, wo sich diese bewegen.
- Und was ist Ihre Meinung zum Wolf? Diskutieren Sie mit auf unserer Dialogplattform.
Renten-Gap: Das ist das grösste Vorsorgerisiko für Frauen.
Mein Kollege Renat Künzi hat gestern über den Vaterschaftsurlaub berichtet; ein wichtiger Schritt in Richtung Gleichberechtigung. Denn noch hinken die Frauen in zu vielen Bereichen hinterher. Zum Beispiel bei der Rente, die für sie nach der Pensionierung oft kleiner ausfällt als diejenige ihres Partners.
Warum das so ist, zeigt eine neue Studie. Entscheidend für die Höhe der Rente ist das Arbeitspensum, schreibt der Tages-Anzeiger. Und dieses wird, besonders wenn Kinder im Spiel sind, immer noch oft gemäss altbewährten Rollenbildern verteilt: Die Mutter arbeitet Teilzeit, während der Vater nach der Geburt sein hohes Pensum behält.
Auch bei einer Trennung stehen Mütter finanziell schlechter da, vor allem, wenn sie nicht mit dem Vater ihrer Kinder verheiratet waren.
- Konkubinatsfamilien als Vorsorgerisiko – Artikel im Tages-AnzeigerExterner Link.
- 20 Minuten rechnet vorExterner Link, wie gross der Rentenunterschied zwischen Mann und Frau ausfällt.
- Auch von häuslicher Gewalt sind Frauen öfter betroffen, wie meine Kollegin Sara Pasino in ihrem Artikel zeigt.
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Vom Zeitmesser bis zum Investitionsobjekt: Die funkelnde Welt der Schweizer Uhrenauktionen.
Beim Wort Auktionen denke ich zuerst an Gemälde, die für Millionen von Franken versteigert werden. Doch auch andere teure Gegenstände kommen unter den Hammer: Uhren.
Vor fast 50 Jahren fand in Genf die erste Uhrenauktion statt. An diesen Versteigerungen werden die Uhren wie Kunstschätze behandelt und sind ebenso gefragt. Beim Wert der einzelnen Uhren ist es ein bisschen wie bei den Briefmarken, erklärt der Experte in unserem Artikel: Je seltener und einzigartiger eine Uhr, wenn möglich noch mit einer speziellen Geschichte, desto teurer wird sie.
An den Auktionen wechseln Uhren für Hunderttausende oder gar Millionen Franken die Hand, beziehungsweise das Handgelenk. Doch es gibt auch Schnäppchen für ein paar Tausend Franken. Die Auktionen seien für alle, «eine Feier der Uhrmacherei», fasst der Experte zusammen.
- Tauchen Sie mit unserem Artikel ein in die luxuriöse Welt der Uhrenauktionen.
- Ein Beispiel, wie ihre Geschichte eine Uhr besonders speziell machen kann: Die Patek Philippe von John Lennon und ihre Irrwege – Artikel von Gotham City via SWI swissinfo.ch.
- Acht Dinge, die Sie über die Schweizer Uhrenindustrie wissen müssen – Artikel von SWI swissinfo.ch
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