Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Schweizerinnen und Schweizer werden im Ausland oft gefragt, ob sie in einem Chalet wohnen. Auf die Gefahr hin, den Mythos zu zerstören, muss man immer wieder erklären, dass die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung nicht in der Art von Heidi lebt.
Und es wird sogar immer schwieriger, diesem Klischee zu entsprechen: Eine aktuelle Studie zeigt, dass ein Chalet in den Bergen ein echter Luxus geworden ist.
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Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft kann aufatmen. Ihr Starstürmer Breel Embolo hat schliesslich sein Visum für die Vereinigten Staaten erhalten und wird seine Teamkollegen in San Diego erreichen, wo die Nati die Vorbereitung für die WM 2026 absolviert. Der Schweizerische Fussballverband bestätigte, dass die Genehmigung erteilt worden sei, womit mehrere Tage der Ungewissheit ein Ende haben.
Aufgrund einer administrativen Panne konnte der Spieler nicht mit dem Rest des Teams abfliegen. Seine elektronische Einreisegenehmigung (ESTA) war in letzter Minute abgelehnt worden, sodass er in der Schweiz bleiben musste.
Grund dafür war eine Verurteilung im Zusammenhang mit einer Drohungsaffäre aus dem Jahr 2018, die Fragen seitens der amerikanischen Behörden aufgeworfen hatte. Diese verlangten eine eingehendere Prüfung seiner Unterlagen, bevor sie über seine Einreise entschieden.
In der Eile begab sich Breel Embolo zur US-Botschaft in Bern, um einen regulären Visumantrag zu stellen, der vorrangig behandelt wurde. Trotz dieser beschleunigten Bearbeitung verpasste er die ersten Trainingseinheiten sowie einen Teil der Vorbereitung, bevor sich die Situation klärte und er schliesslich am Freitag abfliegen konnte, um zur Nati zu stossen.
Eine Zweitwohnung in den Bergen zu besitzen, wird immer mehr zum unerfüllbaren Traum. Laut einer Studie der Grossbank UBS werden die Preise pro Quadratmeter in den Alpen bis 2025 weiter steigen, mit einem Zuwachs von rund 4% im Jahresvergleich und bis zu knapp 6% in bestimmten Ländern wie der Schweiz. Das Ranking der teuersten Destinationen wird klar von Schweizer Skigebieten dominiert: Gstaad liegt mit über 25’000 Franken pro Quadratmeter an der Spitze, gefolgt von St. Moritz, Verbier und Zermatt.
Der Preisanstieg für Ferienwohnungen lässt sich vor allem durch ein strukturelles Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage erklären. Die Zahl der wohlhabenden Haushalte wächst nämlich viel schneller als der verfügbare Wohnungsbestand. Zwischen 2017 und 2022 gab es in der Schweiz rund 33’000 zusätzliche potenzielle Käuferinnen und Käufer, denen lediglich 9000 neu erstellte Wohnungen in Berggebieten zur Verfügung standen.
Die wachsende Attraktivität der Bergregionen verstärkt dieses Phänomen zusätzlich. Zweitwohnungen werden sowohl als Feriendomizile als auch als sichere Investitionen betrachtet. Der Aufschwung des Tourismus, die Suche nach einem angenehmeren Lebensumfeld und die Möglichkeit, in diesen Regionen im Homeoffice zu arbeiten, tragen dazu bei, eine internationale und wohlhabende Kundschaft anzuziehen.
Dieser Trend dürfte anhalten, wenngleich sich das Tempo leicht verlangsamen könnte. Die UBS erwartet für das Jahr 2026 einen weiteren Preisanstieg um rund 5%. In einem Markt, der bereits als «stratosphärisch» bezeichnet wird, lässt die Kombination aus der hohen Attraktivität der Alpen und dem begrenzten Angebot vermuten, dass eine Preisobergrenze kurzfristig nicht in Sicht ist. Diese Preisentwicklung stellt ein soziales Problem dar, da die zum Verkauf stehenden Objekte für den Grossteil der einheimischen Bevölkerung weitgehend unerschwinglich werden.
Normalerweise verläuft das politische Leben in der Schweiz eher ruhig, doch nun gab es einen ungewöhnlichen Paukenschlag: Der im Bundeshaus bestens bekannte Zürcher Ständerat Daniel Jositsch hat sich von der Sozialdemokratischen Partei (SP) getrennt. Der Entscheid tritt sofort in Kraft. Jositsch will die laufende Legislaturperiode beenden und die nächste als Unabhängiger angehen.
Die Spannung zwischen Daniel Jositsch und seiner Partei war schon lange spürbar. Der Ständerat begründet seinen Schritt mit einer immer ausgeprägteren Linksverschiebung der SP, die seinen sozial-liberalen Positionen keinen Platz mehr lasse. Auch seine «dissidente» Kandidatur für die Bundesratswahl 2023, bei der die SP weibliche Kandidaturen bevorzugte, hat Spuren hinterlassen. Den Ausschlag gab jedoch die Weigerung seiner Kantonalsektion, ihn als Kandidaten für die Ständeratswahlen 2027 aufzustellen.
Die Reaktionen schwanken zwischen offizieller Zurückhaltung und kritischer Einschätzung. Innerhalb der SP bedauern die Verantwortlichen seinen Entschluss, relativieren aber dessen Tragweite und betonen die Kontinuität der Partei sowie die Notwendigkeit, für die Zukunft eine klare Linie zu vertreten. Diese Haltung spiegelt den Willen wider, eine Eskalation zu vermeiden, während gleichzeitig ein Bruch vollzogen wird, der nach Jahren interner Spannungen unvermeidlich geworden schien.
In den Medien und unter Analystinnen und Analysten wird die Episode als Symptom einer ideologischen Linksverschiebung der SP und eines anhaltenden Konflikts mit einer atypischen sozial-liberalen Persönlichkeit interpretiert. Mehrere Beobachtende weisen jedoch auf eine riskante Wette hin: Indem die Partei einen sehr populären Gewählten ausschliesst, könnte sie ihre Wahlchancen schwächen. Darüber hinaus wird dieser Bruch als Illustration der wiederkehrenden internen Spaltungen innerhalb der Schweizer Linken wahrgenommen.
Nicht nur die Politik sorgt an diesem Freitag in der Schweizer Medienlandschaft mit einem spektakulären Rücktritt für Aufsehen. Auch im Sport gibt es eine Demissionierung: Urs Lehmann hat sein Amt als Geschäftsführer des Internationalen Skiverbands (FIS) mit sofortiger Wirkung niedergelegt – weniger als ein Jahr nach seinem Amtsantritt im September 2025.
Lehmanns Position wurde erst 2025 neu geschaffen, deshalb scheint sein Abgang besonders frühzeitig. Der Hauptgrund ist das Zerwürfnis mit dem FIS-Präsidenten Johan Eliasch. Die Zusammenarbeit der beiden Männer verschlechterte sich offenbar so sehr, dass der Graben unüberwindbar wurde. Die genauen Details der Meinungsverschiedenheiten wurden offiziell nicht kommuniziert.
Im Hintergrund nennen mehrere Quellen Differenzen bezüglich der Verwaltung und der finanziellen Lage des Verbands. Lehmann soll ernsthafte Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung der FIS geäussert haben, was im Widerspruch zur optimistischeren Sichtweise von Eliasch steht.
Schliesslich fügt sich dieser Abgang in einen grösseren Krisenkontext innerhalb der FIS ein, in dem der Präsident von Athletinnen, Athleten und Verbänden infrage gestellt wird. Der Rücktritt von Urs Lehmann erscheint somit als politische Geste und als starkes Signal im Hinblick auf wichtige Termine für die Governance der Organisation.
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