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Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Haben Sie für diesen Sommer Ferien geplant? Zieht es Sie zu bekannten Sehenswürdigkeiten oder meiden Sie solche Orte lieber?

Das Schweizer Bergdorf Lauterbrunnen kämpft mit den Folgen seiner Beliebtheit und sucht nun nach Wegen, den Besucherstrom besser zu lenken. Welche Massnahmen geplant sind, lesen Sie im Briefing.

Herzliche Grüsse aus Bern

tourist in lauterbrunnen
Die vielen Tourist:innen machen den Einheimischen zu schaffen. Keystone / Anthony Anex

Der Tourismus bringt Lauterbrunnen an seine Grenzen. Nun sucht das Bergdorf nach Lösungen, um den Besucherstrom besser zu lenken.

Um den 300 Meter hohen Staubbachfall zu sehen, werden auch dieses Jahr wieder Tausende Tourist:inenn aus der ganzen Welt in das Tal im Berner Oberland reisen. Die Berner Zeitung berichtet über die Bemühungen des Dorfs, den Besucheransturm in den Griff zu bekommen. Eine Eintrittsgebühr für Tagestourist:innen wie sie Venedig kennt, kommt aus rechtlichen Gründen nicht infrage, wie Gemeindepräsident Karl Näpflin resigniert festhält.

«Wir wollen doch einfach den Tagestourismus besser lenken», sagt er. Viele Reisende kommen mit dem Auto, die Parkiersituation ist unübersichtlich. Eine Tiefgarage soll Abhilfe schaffen, die Kantonsstrasse im Dorf soll verbreitert werden. Auch der Bahnhofplatz soll an die Reiseströme angepasst werden.

Bei der Vermarktungsorganisation «Made in Bern» will man nicht von «Overtourism» sprechen, sondern von «Unbalanced Tourism», unausgeglichenem Tourismus. Die Direktorin betont jedoch, dass es nicht das Ziel sei, noch mehr Gäste unkontrolliert in den Kanton zu locken. Die Tourist:innen sollen zum Beispiel mit neuen Angeboten auf andere Jahreszeiten verteilt werden. Doch das braucht Zeit und für das Verkehrsproblem gebe es kein «Universalkonzept».

Martin Pfister klopft an Militärfahrzeug
Verteidigungsminister Martin Pfister testet den «Skyranger». Keystone / Claudio Thoma

Moderne Luftabwehr und marode Panzer: Die Armee will Milliarden in ein neues Luftabwehrsystem investieren, gleichzeitig stehen alte Panzer erneut still.

Letzte Woche konnten Sie in unserem Briefing von Drohnen lesen, die über militärische Einrichtungen in der Schweiz geflogen waren. Die Schweiz sei derzeit praktisch «nackt», wenn es um die Abwehr von Drohnen geht, schreibt 20 Minuten heute. Abhilfe schaffen soll das Luftabwehrsystem «Skyranger».

Es sei eines der weltweit modernsten seiner Art, hergestellt von der Rüstungsfirma Rheinmetall Air Defence in Zürich Oerlikon. Wie die Zeitung berichtet, will Verteidigungsminister Martin Pfister 32 Stück davon kaufen, er hat dafür 800 Millionen Franken beantragt.

Von modernen Systemen noch kurz zu ganz alten: Wie am Wochenende dem Blick zu entnehmen war, machen die über 50 Jahre alten M113-Schützenpanzer mal wieder Probleme. Zum wiederholten Mal musste die Armee die gesamte Flotte von 238 Fahrzeugen «grounden». Aus Sicherheitsgründen können sie momentan nur im Schritttempo fahren. Bei gewissen Übungen wird ein anderes Fahrzeug eingesetzt und die Soldat:innen sollen sich die Panzer vorstellen, so der Blick. Wegen des Ukrainekriegs verzögern sich die Reparaturen bis Herbst 2027.

Astronautin und ihre Kollegin auf der ISS
Die französische Astronautin Sophie Adenot (Mitte) erklärte Guy Parmelin, warum es auf der ISS keinen Wein gibt. Keystone

«Hat es Wein an Bord?» Guy Parmelin spricht zu den Astronaut:innen auf der Internationalen Raumstation.

Gibt es ausserirdisches Leben im All? Diese Frage beschäftigt viele. Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin wollte von den Astronaut:innen auf der internationalen Raumstation (ISS) jedoch etwas anderes wissen: «Gibt es Wein im All?», hat Parmelin die Astronaut:innen auf der internationalen Raumstation (ISS) gefragt.

Parmelin konnte während eines Besuchs der Nasa in Houston mit der Crew im All sprechen und hat ihnen auf Englisch wie auf Französisch Fragen gestellt. Die französische Astronautin Sophie Adenot musste den Politiker und Winzer dann enttäuschen; auf der ISS gibt es keinen Alkohol. Grund dafür sei, dass das Trinkwasser und die Luft ständig rezykliert werden, gewisse Moleküle aus dem Alkohol können vom Filter nicht verarbeitet werden.

Der Zeitpunkt von Parmelins Reise nach Nordamerika war ursprünglich wegen der Fussball-WM gewählt worden. Beim letzten Spiel der Schweiz gegen Algerien hatte er mit einem Hut mit der Aufschrift «Switzerland Great Since 1291» für Aufsehen gesorgt. Ob dieser heute Abend wieder im Stadion aufgesetzt wird, ist unklar. Gemäss X hält sich Parmelin gerade in Mexiko auf – das Spiel aber findet in Kanada statt.

Fussballer Johan Manzambi
Johan Manzambi hat sich im Training vor dem Achtelfinal am Knie verletzt. Keystone / Peter Klaunzer

Schlechte Nachrichten für die Nati vor dem Achtelfinal: Topscorer Johan Manzambi fällt aus, auch weitere Spieler stehen auf der Kippe.

Wie bereits angedeutet ist es heute Abend wieder so weit: Die Fussball-Nati spielt ihr nächstes Spiel an der Weltmeisterschaft. Das Achtelfinal gegen Kolumbien findet wie die letzten beiden Spiele in Vancouver statt.

Die Vorfreude auf das Spiel, das erst um 22:00 Uhr Schweizer Zeit angepfiffen wird, ist spürbar. Doch heute Morgen gab es schlechte News aus dem Trainingscamp: Topscorer Johan Manzambi hat sich im Training am Knie verletzt und wird nicht spielen können. Auch Rubén Vargas und Djibril Sow haben das letzte Training verletzungsbedingt abgebrochen, wie ein sichtlich angespannter Murat Yakin an der Pressekonferenz verkündete. «Ich hoffe, dass ich in ein paar Stunden bessere Laune habe», so der Trainer.

Die verletzungsbedingten Ausfälle wecken unangenehme Erinnerungen, wie der Tages-Anzeiger schreibt. An der WM 2022 musste Yakin kurzfristig mehrere erkrankte Spieler ersetzen. Die Schweiz verlor 1:6 gegen Portugal. Hoffen wir, dass es dieses Mal besser kommt.

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