Heute in der Schweiz
Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland
Nach mehreren Wochen mit hohen Temperaturen und ausbleibenden Niederschlägen ziehen wieder Gewitter über Teile der Schweiz. Die Entwicklung wird vielerorts mit Erleichterung aufgenommen, auch wenn sie die Folgen eines aussergewöhnlich heissen Sommerbeginns nicht ungeschehen machen kann.
In den Seen sorgen die hohen Wassertemperaturen unterdessen für ein anderes Problem: Sie begünstigen die Ausbreitung von Entenflöhen, winzigen Parasiten, die den Badespass verderben können.
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Nach mehreren Wochen mit Hitze und Trockenheit haben die Gewitter, die von Donnerstag auf Freitag über die Schweiz gezogen sind, für etwas Entspannung gesorgt.
Teilweise fielen ergiebige Niederschläge, und die Temperaturen gingen deutlich zurück. Damit fand eine besonders belastende Hitzewelle zumindest vorübergehend ein Ende.
Die Gewitterzellen erfassten weite Teile des Landes. Lokal fielen sie heftig aus, begleitet von starken Windböen und intensiven Regenfällen. In Montreux beeinträchtigte das Unwetter unter anderem das Jazz Festival und verursachte Sachschäden. In der Deutschschweiz musste sogar das Publikum der beliebten SRF-Sendung «Donnschtig Jass» evakuiert werden. Grössere Unglücke blieben aber glücklicherweise aus.
Die Entlastung dürfte allerdings nur von kurzer Dauer sein. Die Niederschläge der vergangenen Stunden reichen nicht aus, um das über Wochen aufgebaute Wasserdefizit wettzumachen. In vielen Regionen sind die Böden weiterhin stark ausgetrocknet, und auch Flüsse und Bäche stehen nach wie vor unter Druck.
Besonders besorgt zeigt sich die Landwirtschaft. Gegenüber Watson brachte ein Landwirt aus dem Kanton Neuenburg die Situation mit einem prägnanten Satz auf den Punkt: «Oben ist es nass, darunter ist es Staub.» Unter der dünnen, von den Gewittern befeuchteten Oberfläche leiden Kulturen und Weiden weiterhin unter der Trockenheit.
Die anhaltende Wärme hat noch eine weniger bekannte Folge: Fachleute beobachten in Schweizer Seen eine Zunahme sogenannter Entenflöhe.
Die Ausbreitung dieser winzigen Parasiten wird durch die hohen Wassertemperaturen begünstigt.
Tatsächlich handelt es sich bei den Entenflöhen nicht um Insekten, sondern um Zerkarien, also Larven von parasitären Würmern. Sie werden von Wasservögeln übertragen und vermehren sich besonders gut, wenn die Wassertemperatur über längere Zeit mehr als 23 Grad beträgt. Mehrere grosse Schweizer Seen erreichen derzeit Temperaturen zwischen 24 und 26 Grad und bieten damit ideale Bedingungen für ihre Verbreitung.
Für den Menschen stellen die Parasiten keine ernsthafte gesundheitliche Gefahr dar. Nach dem Baden können sie jedoch starken Juckreiz und unangenehme Hautreaktionen auslösen. Forschende gehen davon aus, dass das Phänomen künftig häufiger auftreten könnte, da warme Sommer die Ausbreitung der Larven in Schweizer Gewässern fördern.
Der Schweizer Hypothekarmarkt hat eine neue Grössenordnung erreicht. Nach mehreren aktuellen Analysen übersteigt das gesamte Hypothekarvolumen inzwischen die Marke von 1300 Milliarden Franken.
Hauptgrund für diese Entwicklung sind die weiterhin steigenden Immobilienpreise. Obwohl die Zinsen in den vergangenen Monaten leicht gesunken sind, bleibt Wohneigentum teuer. Viele Haushalte müssen heute deutlich höhere Kreditsummen aufnehmen als noch vor wenigen Jahren.
Der Markt wird zwar weiterhin von den Banken dominiert, doch andere Akteure gewinnen zunehmend an Bedeutung. Versicherungen, Pensionskassen und weitere institutionelle Anleger engagieren sich verstärkt im Hypothekargeschäft, da sie dort vergleichsweise stabile Erträge sehen.
Die Marke von 1300 Milliarden Franken verdeutlicht damit nicht nur die enorme Bedeutung des Immobiliensektors für die Schweizer Wirtschaft. Sie zeigt auch, wie wichtig Hypotheken als Anlageinstrument geworden sind. Für viele institutionelle Investoren bilden sie inzwischen einen zentralen Bestandteil ihrer Anlagestrategie.
Wird Unauffälligkeit zum neuen Leitmotiv der Schweizer Armee? Nachdem sie bereits vor einigen Monaten die traditionellen Ausgangsuniformen zugunsten einer einheitlichen Tarnuniform abgeschafft hatte, möchte sie nun auch im öffentlichen Raum weniger präsent sein.
Auftritte an Festivals, Sportveranstaltungen und anderen Anlässen könnten künftig reduziert werden.
Hinter diesem Kurswechsel stehen pragmatische Überlegungen. Die Armee will ihre Ressourcen stärker auf Verteidigungs- und Sicherheitsaufgaben konzentrieren. Angesichts knapper Budgets und eines anspruchsvolleren sicherheitspolitischen Umfelds gelten Einsätze an zivilen Veranstaltungen nicht mehr automatisch als Priorität.
Ganz unsichtbar wird die Armee allerdings nicht. Die künftigen F-35-Kampfjets, die speziell auf geringe Entdeckbarkeit ausgelegt sind, werden vorerst noch nicht am Schweizer Himmel zu sehen sein. Und wenn sie künftig in Betrieb gehen, könnten sie weiterhin von den deutlich weniger diskreten F/A-18 begleitet werden, deren Weiterbetrieb als Zweitflotte mehrere Jahre lang geprüft wird.
Weniger erfolgreich scheint die Tarnung hingegen bei Schweizer Früchten zu sein. Die Armee serviert inzwischen italienisches Apfelmus, sehr zum Ärger einheimischer Produzenten. Sie verweist darauf, dass beim Ausschreibungsverfahren lediglich ein italienischer Anbieter ein regelkonformes Angebot eingereicht habe.
In der Deutschschweiz sorgt das bereits für Diskussionen um das Schicksal des geliebten Apfelmus. In der Romandie und im Tessin dürfte die Aufregung etwas geringer ausfallen. Dort fragen sich viele eher, weshalb in Teilen der Deutschschweiz Apfelmus traditionell zusammen mit Teigwaren serviert wird.
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