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Ein Helikopter fliegt Wasser auf die Freiburger Alpen: Die Situation der Landwirtschaft fordert auch die SVP heraus.

Heute in der Schweiz

Liebe Schweizerinnen und Schweizer im Ausland

Erinnern Sie sich noch an Ihren ersten Schultag? Ja, die Schule war damals anders.

Besser? Na ja. Wir mussten beispielsweise vor der Wandtafel knien.

Heute liegt die Herausforderung anderswo: Konzentration ist zur Schlüsselfähigkeit geworden, und ausgerechnet daran mangelt es oft. Manchmal wegen dem Handy, aktuell aber wegen der lähmenden Hitze.

Herzlicher Gruss aus Bern,

So war das: Erster Schultag 1969 in Zürich.
So war das: Erster Schultag 1969 in Zürich. Photopress-Archiv / Fritz Grunder

In neun Kantonen starten heute die Volksschulen ins neue Schuljahr. Der Lehrkräftemangel entspannt sich, dafür rückt die Hitzebelastung an den Schulen in den Fokus.

In den Kantonen Aargau, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, St. Gallen, Solothurn, Schwyz und Thurgau beginnt heute das neue Schuljahr.

Beim Lehrkräftemangel zeichnet sich in mehreren Kantonen eine leichte Entspannung ab. Wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA unter den Kantonen zeigt, könnten mittelfristig auch sinkende Geburtenzahlen sowie mehr ausgebildete Lehrpersonen zur Verbesserung der Situation beitragen.

Der Kanton Zürich vermeldet keinen Lehrpersonenmangel mehr. Auch Basel-Landschaft spricht von einer positiven Entwicklung. Im Kanton Bern hingegen ist die angespannte Situation noch nicht überwunden.

Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz sieht ebenfalls noch keinen Anlass zur Entwarnung. «Der Mangel an Lehrpersonen bleibt eine Herausforderung», sagt ein Sprecher.

Für viele Schulen dürfte in dieser Woche allerdings ein anderes Thema im Vordergrund stehen: die anhaltende Hitze. Die meisten Klassenzimmer in der Schweiz verfügen über keine Kühlung. Bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad leiden sowohl die Konzentrationsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler als auch jene der Lehrpersonen.

In Basel prüfen einzelne Schulen die Installation von Deckenventilatoren. Andere Kantone empfehlen, Nachmittage vermehrt für ausserschulische Aktivitäten zu nutzen, etwa für den Besuch eines klimatisch angenehmen Museums.

Alle drei fichiert: Ausschnitt aus dem offiziellen Bundesratsfoto von 2007 mit Bundesräten Christoph Blocher, Moritz Leuenberger und Micheline Calmy-Rey.
Alle drei fichiert: Ausschnitt aus dem offiziellen Bundesratsfoto von 2007 mit Bundesräten Christoph Blocher, Moritz Leuenberger und Micheline Calmy-Rey. Keystone

Die Bundespolizei hat zwischen 1930 und 1989 auch zahlreiche spätere Bundesratsmitglieder überwacht. Insgesamt waren 39 Bundesrätinnen und Bundesräte von der Fichierung betroffen.

Unter den Erfassten befanden sich unter anderem Christoph Blocher, Moritz Leuenberger, Ruth Dreifuss und Elisabeth Kopp. Wie die SonntagsZeitung berichtet, wurden viele der Betroffenen bereits in jungen Jahren registriert, lange bevor sie ein Regierungsamt übernahmen. Im Fall von Ruth Dreifuss reichte demnach bereits ihr Engagement gegen den Vietnamkrieg für die Eröffnung einer Fiche.

Alt-Bundesrat Moritz Leuenberger sprach gegenüber der SonntagsZeitung über seine eigenen Akten. Er hatte als Präsident der Parlamentarischen Untersuchungskommission, die 1989 eingesetzt wurde, den Fichenskandal mit aufgedeckt.

«Ich las vor allem Banales, Falsches und sogar bewusst Falsches», sagt der ehemalige SP-Bundesrat. Zudem sei er in den Unterlagen mit Personen in Verbindung gebracht worden, zu denen keinerlei Beziehung bestanden habe. Solche Einträge seien beispielhaft für die Mischung aus Verdächtigungen und falschen Anschuldigungen, die in den Fichen immer wieder zu finden gewesen seien, so Leuenberger.

Tiefer Wasserstand am Lago Maggiore: Italien und die Schweiz streiten um den Wasserpegel.
Tiefer Wasserstand am Lago Maggiore: Italien und die Schweiz streiten um den Wasserpegel. Keystone / Jean-Christophe Bott

Flüsse und Seen überschreiten Grenzen. In Zeiten, in denen das Wasser knapp wird, ist Streit um diese Ressource programmiert.

Die Schweiz ist das Wasserschloss Europas. Sie bedeckt nicht mal ein halbes Prozent des europäischen Territoriums, hält aber bis zu 6% der Süsswasserreserven des Kontinents.

Der Tessin füllt den Po in Italien. Der Rhein fliesst nach Deutschland und in die Niederlande. Die Rhône verläuft durch Frankreich ins Mittelmeer. Dies macht die Schweiz zu einem wichtigen Akteur in der Wasserdiplomatie – und mit zunehmenden Dürren steigt der Druck auf die Schweiz. In diesem Sommer bildet fast jeder Fluss, der den Alpen entspringt, jeder gemeinsame See mit einem Nachbarland ein potenzielles Terrain für Konfrontation.

Aktuell möchte etwa Italien, dass das Tessin mehr Wasser aus den Stauseen abfliessen lässt, weil die regionale Landwirtschaft unter der Dürre leide. Doch bedroht wären damit die Reserven für den Winterstrom – und auch auch die Tessiner Landwirtschaft braucht Wasser.

Im Lago Maggiore verlangt Italien derweil einen höheren Wasserpegel, damit der See für die anliegende Landwirtschaft genutzt werden kann. Das Tessin jedoch fürchtet Überschwemmungen im Raum Locarno.

Hydrologe Klaus Lanz äussert in einem Bericht der NZZ die Überzeugung, dass sich die Verteilungskonflikte zwischen der Schweiz und ihren Nachbarländern zuspitzen werden.

Erst letzte Woche hat Verkehrsminister Albert Rösti angekündigt, die nationale Wasserstrategie zu überarbeiten. Das Thema ist damit auch beim Bunderat zur Priorität geworden.

Ein Helikopter fliegt Wasser auf die Freiburger Alpen: Die Situation der Landwirtschaft fordert auch die SVP heraus.
Ein Helikopter fliegt Wasser auf die Freiburger Alpen: Die Situation der Landwirtschaft fordert auch die SVP heraus. Keystone / Anthony Anex

Die anhaltende Hitze und die Dürre setzen auch die SVP unter Druck. Die Partei anerkennt inzwischen den Klimawandel, bleibt bei dessen Ursachen jedoch zurückhaltend.

«Für die Bauern ist die Klimaerwärmung nicht schlecht.» SVP-Nationalrat Marcel Dettling war 2024 soeben zum Präsidenten der grössten Partei des Landes geworden und sagte dies in einem inzwischen oft zitierten Interview. Angesichts der aktuellen Dürre und der Ernteausfälle wirkt die Einschätzung heute überholt.

In der Klimapolitik hat sich die SVP zwar bewegt: Den Klimawandel stellt sie nicht mehr grundsätzlich infrage. Viele Parteiexponenten bezweifeln jedoch weiterhin, dass der Mensch die entscheidende Ursache der Erwärmung ist. Dettling sprach in diesem Zusammenhang von einer «neuen Form der Hexenjagd».

Statt auf Emissionsreduktionen setzt die Partei vor allem auf Anpassungsmassnahmen. Viele SVP-Parlamentarier sind überzeugt, dass die Schweiz mit den Folgen des Klimawandels umgehen kann. Etwa Nationalrat Manfred Bühler, er sagt: «Wenn die Erwärmung anhält, wird die Schweiz im Jahr 2100 ungefähr das Klima Kaliforniens haben. Dort fallen die Menschen auch nicht reihenweise tot um. Im Gegenteil, es ist eine wohlhabende Region.»

Trotz sinkender Inlandemissionen räumte Bundesrat Albert Rösti zuletzt ein, dass die Klimaziele für 2030 schwer zu erreichen sein dürften. Die SVP argumentiert jedoch, die Schweiz trage nur einen kleinen Teil zu den globalen Emissionen bei und könne das Weltklima nur begrenzt beeinflussen.

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