News aus der Schweiz
Liebe Auslandschweizerinnen und Auslandschweizer
Der Krieg in der Ukraine lässt die europäischen Länder näher zusammenrücken. Bundesrätin Viola Amherd will, dass sich die Schweiz beim europäischen Schutzschild für Luftabwehr mitmacht. Das gefällt nicht allen.
Herzliche Grüsse aus Bern
Hat die Schweiz alles getan, um die Sanktionen gegen Russland umzusetzen?
Der Krieg in der Ukraine und die Sanktionen gegen Russland haben die viele Nationen vor eine Entscheidung gestellt. Zu welcher Seite will man gehören? Die Schweiz bekundet bei dieser Positionierung etwas Mühe. So hat sie auch einen Rüffel in Form eines Briefes der G7-Botschafter erhalten, eine diplomatische Seltenheit.
Im Interview mit SWI swissinfo.ch sagt ein Sanktions-Experte, dass die Schweiz jetzt über sich hinausragen müsse, um die Sanktionen gegen Russland umzusetzen. Man müsse beweisen, dass man zu den Guten gehöre.
Anders klingt es beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco). Botschafter Erwin Bollinger hält dagegen, dass die Schweiz die Sanktionenvorbildlich umsetze und erklärt, wie die Schweiz im Fall Melnitschenko gehandelt hat.
- Lesen Sie hier das Interview mit Erwin Bollinger – Artikel von SWI swissinfo.ch.
- Der Sanktions-Experte hat einen Vorschlag, was die Schweiz jetzt tun könnte, um ihren internationalen Ruf zu verbessern, lesen Sie hier unseren Artikel.
- Die Interviews sind Teil unserer Serie zum Umgang der Schweiz mit den Russland-Sanktionen. Lesen Sie hier die anderen Folgen.
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Lücken im Himmel schliessen: Schweiz macht bei Sky Shield mit.
Mit ihren Hits wie «A sky full of stars» hat die Band Coldplay am Wochenende in Zürich knapp 100’000 Menschen verzückt. Bundesrätin Viola Amherd wäre froh, wenn es über uns am Himmel nicht nur Sterne, sondern auch einen Schutzschild gäbe.
Die Verteidigungsministerin hat erste Schritte eingeleitet, damit sich die Schweiz am europäischen Luftverteidigungssystem Sky Shield beteiligen wird. Initiiert von Deutschland, wollen 17 Länder zusammen einen Schutzschild über Europa spannen, um Lücken in der Luftüberwachung zu schliessen.
Wie beim ersten Punkt in diesem Briefing könnte es auch hier in Punkto Neutralität Probleme geben. Mit der Beteiligung rückt die Schweiz näher an Europa. Es wird mit Widerstand gegen Sky Shield gerechnet.
- Lesen Sie hier im Bericht von SRF, welche europäischen Länder am Sky Shield beteiligt sind.
- Auch Watson hat über den Schutzschild berichtetExterner Link.
- Die Gruppe Schweiz ohne Armee kritisiert den Beitritt zu Sky Shield als undemokratische Annäherung zur NatoExterner Link.
Der Schlüssel führte nicht zum Erfolg.
Letzte Woche berichtete ich im Briefing von den Schweizer Traditionsfirmen Stewi und Flawa, denen beiden die Schliessung und vielen Angestellten die Entlassung droht. Nun folgt eine weitere Hiobsbotschaft, und zwar von der Schlüsselfirma Kaba.
Die börsenkotierte Firma, die seit der Fusion mit dem deutschen Unternehmen Dorma zur drittgrössten Schlüsselherstellerin wurde, muss sparen. Weltweit werden mindestens 800 Vollzeitstellen abgebaut. Was mit den 900 Stellen in der Schweiz passiert, ist unklar.
Noch hat praktisch jede Person einen Schlüssel wie diejenigen von Kaba in der Tasche. Doch der herkömmliche Schlüssel habe ausgedient, schreibt SRF. In der Zukunft öffnet man Türen elektronisch. Wenn der Schlüssel Glück hat, wird er wenigstens in Computerprogrammen als Symbol für seine frühere Funktion überleben, so wie die Diskette.
- 170 Millionen Franken pro Jahr müssen gespart werden – lesen Sie hier den Bericht von SRFExterner Link.
- Auch 20 Minuten hat darüber berichtetExterner Link.
- Letzte Woche hat die Schweizer Firma Stewi ihre Auflösung bekanntgegeben – Artikel von SRFExterner Link. Und auch bei der Firma Flawa drohen MassenentlassungenExterner Link, wie der Blick schrieb.
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Repatriierung: 3400 Jahre alter Ägypter aus Stein wird in die Heimat zurückgeführt.
Die Schweiz hat ein Fragment einer Statue von Pharao Ramses II an Ägypten zurückgegeben. Auf dem Bruchstück der Skulptur sind das Gesicht des Herrschers und sein Kopfschmuck zu sehen.
Vor über 3400 Jahren ist dieser Pharao in Stein gemeisselt worden, das ist sehr lange her. Ausserhalb von Ägypten, das auf eine Blütezeit zusteuerte, ist nicht sehr viel passiert, was bis heute überdauert hat.
Mehrere tausend Jahre war die Ramses-Statue in Ägypten Teil eines Tempels, bis sie Ende der 1980er- und Anfang der 1990er-Jahre gestohlen wurde. Die unfreiwillige Reise des Pharaos führte über verschiedene Länder in die Schweiz, wo er im Rahmen eines Strafverfahrens wieder aufgetaucht war.
- Schauen Sie hier im Artikel von WatsonExterner Link, wie das Fragment der Ramses-Statue aussieht.
- Deutschland hat so genannte Benin-Bronzen, die während der Kolonialzeit geraubt wurden, an Nigeria retourniert. Lesen Sie hier den Artikel meines Kollegen David Eugster zu den Benin-Bronzen in der Schweiz.
- Auch die Mumie Schepenese in St. Gallen war Teil der Diskussion um fragwürdige kulturelle Schätze – Artikel von SWI swissinfo.ch.
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