GDF-Suez-Beteiligung an Ostseepipeline besiegelt
ZUG (awp international) – Der Einstieg des französischen Energiekonzerns GDF Suez beim Betreiberkonsortium der Ostseepipeline Nord Stream ist offiziell besiegelt. Die Franzosen übernehmen neun Prozent der Anteile. Die grundsätzliche Vereinbarung sei am Sonntag beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg unterzeichnet worden, teilte Nord Stream am Montag an seinem Unternehmenssitz im schweizerischen Zug mit. Details seien allerdings weiter offen. Die Verhandlungen dauern seit Monaten an.
Seit langem klar ist, dass die beiden deutschen Konsortialpartner Eon Ruhrgas und BASF Wintershall jeweils einen 4,5-prozentigen Anteil an GDF Suez abgeben. Ihre Anteile an der Pipeline reduzieren sich damit auf jeweils 15,5 Prozent. Grösster Aktionär bleibt der russische Gaskonzern Gazprom mit 51 Prozent. Die Russen bestanden darauf, ihre Mehrheit zu behalten und müssen nichts abgeben. Fünfter Anteilseigner ist die niederländische Gasunie mit 9 Prozent.
Die Anteilseigner von Nord Stream tragen 30 Prozent der Projektkosten von 7,4 Milliarden Euro. 70 Prozent sollen fremdfinanziert werden. Der Bau der 1.224 Kilometer langen Erdgas-Leitung durch die Ostsee begann im April. Im Jahr 2011 soll das erste Erdgas durch die neuen Rohre von Russland nach Europa fliessen./nl/tw