Die Papierlosen sind umgezogen
Die Sans Papiers haben die Paulus-Kirche verlassen und sind in eine Kirche in Bern-Bethlehem gezogen. Dort dürfen sie bis Ende Januar bleiben.
Man habe aus Sicherheitsgründen einen stillen Umzug geplant, verlautete von Seiten des Unterstützungs-Komitees. In der reformierten Pauluskirche sei das Einvernehmen mit den kirchlichen Behörden gut gewesen. Etwa 20 Personen hätten regelmässig in der Kirche geschlafen.
Der Umzug der Sans Papiers in die reformierte Kirche in Bern-Bethlehem wird vom dortigen Kirchgemeinderat (KGR) vorläufig geduldet. Der letzte Termin sei Ende Januar, sagte KGR-Präsident Daniel Fischer. Man werde nun an einem Gemeindeabend die Basis über die Anliegen der Sans Papiers informieren.
Botschaft von humanitärer Gerechtigkeit
Der KGR erinnert in einem Communiqué von «Bethlehem» aus an die «Botschaft von Frieden und humanitärer Gerechtigkeit». Die Duldung der Sans-Papiers heisse aber nicht, dass der KGR die Forderungen der Sans-Papiers-Gruppe inhaltlich von vornherein gutheisse, zum Beispiel jene nach einer pauschalen Kollektivregelung.
Vor der Pauluskirche hatten sich die Berner Papierlosen in der katholischen Marienkirche aufgehalten. Am 24. November fand in Bern eine gesamtschweizerische Kundgebung für eine kollektive Aufnahme von Menschen ohne gültige Papiere statt, an der sich rund 6000 Personen beteiligten.
Gemäss Simon Schuhmacher vom zehnköpfigen Unterstützungs-Komitee sind rund 210 Sans Papiers in der Berner Gruppe eingeschrieben. Davon würden nun im Turnus permanent 18 bis 20 Personen in der Kirche in Bethlehem nächtigen. Wie es nach Ende Januar weitergehen solle, wisse man noch nicht.
swissinfo und Agenturen
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