Gewerkschaft enttäuscht von Verhandlungen mit Stadtbus Winterthur
Die Stadt Winterthur und die Gewerkschaft VPOD haben sich nach dem Warnstreik der Angestellten von Stadtbus Winterthur zu Gesprächen getroffen. Dabei präsentierte die Stadt ein Angebot zur Lösungsfindung. Die Gewerkschaft reagierte enttäuscht.
(Keystone-SDA) Die Stadt bot an, eine Absichtserklärung aufzusetzen. Darin wolle sich die Stadt bereit erklären, sich weiterhin für angemessene und faire Arbeitsbedingungen einsetzen. Wie die Stadt am Donnerstag betonte, ist die Umsetzung der Forderungen nicht von einem auf den anderen Tag umsetzbar.
Für das weitere Vorgehen schlugen die Arbeitgebervertreterinnen und -vertreter daher einen «konkreten und realistischen Fahrplan» vor. Vorgesehen sind weitere Verhandlungsrunden.
«Nägel mit Köpfen machen»
Der Gewerkschaft VPOD reicht dies nicht. «Eine gewisse Enttäuschung ist da», sagte Gewerkschaftsvertreter Micha Amstad gegenüber dem «Regionaljournal» von Radio SRF1. Nach wie vor gebe es keine inhaltliche Positionierung. «Das wäre aber das, was das Personal braucht. Wir müssen Nägel mit Köpfen machen.»
Am Donnerstagabend will sich der VPOD mit dem Buspersonal zu einer weiteren Versammlung treffen. Einen weiteren Streik schliesst die Gewerkschaft explizit nicht aus.
Die Gewerkschaft VPOD kritisiert kurzfristig angekündigte «Springertage», mögliche Minusstunden, zu tiefe Nachtzuschläge sowie Mängel in der Dienstplanung. Vergangene Woche legte ein Teil der Busfahrerinnen und Busfahrer deshalb für zwei Stunden die Arbeit nieder, zur Stosszeit am Morgen.