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Gewerkschaft und Krippenverband verlangen fünf Milliarden Franken

(Keystone-SDA) Bern – Fünf Milliarden Franken soll die öffentliche Hand jährlich für Kinderkrippen und ähnliche Einrichtungen ausgeben. Dies verlangt eine Petition, die 10’000 Personen unterschrieben haben. Der Betrag entspricht einem Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) der Schweiz.
Vertreterinnen des Krippenverbandes KiTaS und der Gewerkschaft des Personals öffentlicher Dienste (VPOD) haben die Petition «Familienergänzende Kinderbetreuung fair finanzieren» in Bern der Bundeskanzlei übergeben. Die Unterzeichner seien hauptsächlich Mitarbeiter von Kindertagesstätten, Vertreter deren Trägerschaften sowie Eltern.
In der Schweiz gäben Bund, Kantone und Gemeinden derzeit deutlich weniger Geld für die externe Kinderbetreuung aus. Viele europäische Länder wendeten ein Vielfaches dessen auf, was die Schweiz ausgibt. Das UNO-Kinderhilfswerk UNICEF empfehle einen Anteil von einem Prozent des BIP.
Mit den fünf Milliarden Franken, welche die Petition verlangt, sollen mehr und bessere Kita-Plätze geschaffen werden. Zudem liessen sich damit die Beiträge für die Eltern senken. Das würde laut den Petitionären mehr Familien erlauben, ihre Kinder in eine Kindertagesstätte zu geben, wenn sie dies wünschten.
Erst Mitte Februar hat ein weiterer Ausbau des Krippenangebotes in der Schweiz einen Rückschlag erlitten: Der Bundesrat verlängerte zwar ein Impulsprogramm bis 2015, aber er kürzte den vorgesehenen Betrag von 140 Millionen Franken auf 80 Millionen. Zudem beschränkt sich das Programm auf Kinder im Vorschulalter.

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