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Goldman Sachs will Vorwürfe aus der Welt schaffen

Dieser Inhalt wurde am 07. Mai 2010 - 15:52 publiziert

NEW YORK (awp international) - Die US-Investmentbank Goldman Sachs kämpft um ihren guten Ruf. Bankchef Lloyd Blankfein weist die von der US-Börsenaufsicht SEC erhobenen Betrugsvorwürfe weiterhin scharf zurück. Um das Thema aber schnell ad acta legen zu können, verhandelt das Wall-Street-Haus mit der SEC. Vergleiche sind üblich, damit sich die komplexen Verfahren nicht über Jahre hinziehen.
Die SEC wirft der Bank vor, Anleger hinters Licht geführt und um mehr als eine Milliarde Dollar gebracht zu haben. Unter den Opfern soll auch die deutsche Mittelstandsbank IKB gewesen sein. Goldman Sachs sieht sich seit Wochen einem heftigen Beschuss insbesondere aus der Politik ausgesetzt.
Diese Woche habe es ein Treffen mit Vertretern von Goldman Sachs und der Börsenaufsicht gegeben, schrieb das "Wall Street Journal" am Freitag. Noch seien die beiden Seiten aber weit von einander entfernt. Eine mögliche Strafzahlung sei noch gar nicht zur Sprache gekommen.
Erste Klienten werden bereits unruhig. So ist Goldman Sachs nach Informationen der "New York Times" nicht länger der bevorzugte Berater des vom Staat kontrollierten US-Versicherungskonzerns American International Group (AIG) . Auch in Deutschland haben Politik und Unternehmen ihre Geschäftsbeziehungen mit der Investmentbank auf den Prüfstand gestellt.
An diesem Freitag muss sich Goldman-Sachs-Chef Blankfein auf der Hauptversammlung in New York seinen Aktionären stellen. Seit Aufkommen der Vorwürfe ist der Kurs um ein knappes Viertel gefallen. Grosse Anteilseigner wie die Investorenlegende Warren Buffett haben Blankfein zwar den Rücken gestärkt, doch gibt es andererseits auch erste Schadenersatz-Klagen. Einige Medien spekulieren bereits über die Ablösung Blankfeins./das/DP/she

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