Golfer finden im Stadtzürcher Parlament zu wenig Unterstützung
Das Stadtzürcher Parlament hat eine Unterstützung für die Driving Range beim Dolder abgelehnt. Die linken Gemeinderätinnen und Gemeinderäte konnten wenig damit anfangen, dass die FDP von Golf als einem Breitensport sprach.
(Keystone-SDA) Hintergrund ist, dass die Stadt den Pachtvertrag mit der Betreiberin angeblich nicht verlängern will. Es gebe Streit um ökologische Massnahmen und die Sicherheit.
Für die FDP ist die Driving Range der Gegensatz zum nahen und exklusiven Dolder Golf Club. Auch weniger reiche Menschen könnten dort ihre Schläge üben. Schülerinnen und Schüler seien dort ebenfalls häufig dabei, sagte Stéphane Braune (FDP) am Mittwoch.
Yves Henz (Grüne) konnte mit dem Vorstoss gar nichts anfangen. «Wir haben hier echte Probleme, wie die eskalierende Wohnkrise oder die Klimakrise», sagte er. Es sei nicht die Aufgabe der Stadt, einem Golfverein Land zur Verfügung zu stellen. «Die FDP ist ein elitärer Verein, Golf auch», meinte Henz. Für Tanja Maag (AL) schränkt der Sport die Biodiversität ein und verbraucht zu viel von der Landschaft. Golf sei nach wie vor kein Breitensport, sagte sie.
Kompromiss abgelehnt
Die SP versuchte es mit einem Kompromissvorschlag. Der Schwerpunkt solle auf ökologische Aufwertung und sozialgerechter, nachhaltiger Nutzung liegen, begründete Sofia Karakostas eine Textänderung. Sie anerkannte, dass die Driving Range durchaus etwas anderes sei als ein «ökologisch höchst problematischer Golfplatz».
Die FDP wies die Textänderung aber zurück. Das Postulat scheiterte knapp, mit 55 zu 58 Stimmen bei einer Enthaltung.