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Handelskonzern DKSH wächst dank robustem Asiengeschäft - Guter Start 2010 (AF)

Dieser Inhalt wurde am 04. Mai 2010 - 15:18 publiziert

Zürich (awp) - Der Handelskonzern DKSH hat im vergangenen Jahr von seiner Ausrichtung auf Asien profitiert und die Wirtschaftskrise nur beschränkt zu spüren bekommen. Der Umsatz konnte um 4% auf 8,6 Mrd CHF gesteigert werden. Die Gewinnzahlen entwickelten sich allerdings rückläufig, wie der privat gehaltene Konzern am Dienstag mitteilte.
"In allen asiatischen Märkten sind wir weiter stark gewachsen", sagte Konzernchef Jörg Wolle vor den Medien am Hauptsitz in Zürich. Im Asiengeschäft alleine habe der Gewinn einen Rekordwert erreicht. Im Europageschäft musste DKSH dagegen Umsatz- und Gewinnrückgänge hinnehmen. Einen "regelrechten Einbruch" erlitt der Konzern zudem im Luxusgütergeschäft.
Der Nettoumsatz, der Umsatz auf eigene Rechnung, des Handelskonzerns lag im vergangenen Jahr 1,6% höher bei 6,5 Mrd CHF. Der operative Gewinn (EBIT) verminderte sich dagegen um 14% auf 128 Mio CHF. Der Gewinn nach Steuern, den der privat gehaltene Konzern in diesem Jahr erstmals publiziert hat, sank um 3,4% auf 85 Mio CHF. Das Unternehmen schütte jeweils nur rund 25 bis 30% an die Aktionäre aus, sagte Konzernchef Wolle: "Der Löwenanteil wird also direkt in das Geschäft reinvestiert."
Das ebenfalls erstmals ausgewiesene Eigenkapital belief sich per Ende Jahr auf 925 (VJ 872) Mio CHF. DKSH habe seit 2005 den Cashflow erhöht und Schulden getilgt, sagte Wolle. Seit 2009 habe das Unternehmen eine Nettoverschuldung von Null. Basierend auf seiner soliden Bilanz habe DKSH antizyklisch agieren können und sowohl in organisches Wachstum als auch in Zukäufe investiert. Übernahmechancen boten sich auch dank dem Wegfall der "preistreibenden Private Equity-Bieter". Unter anderem akquirierte DKSH 2009 die in der Spezialitätenchemie tätige skandinavische Vertriebsfirma Dasico sowie die indische Voltas, das Spezialitätenchemie-Vertriebsgeschäft der Tata Gruppe.
Im Geschäftsbereich Konsumgüter, dem grössten Geschäftsbereich von DKSH, ging der Umsatz leicht um 1,2% auf 4,2 Mrd CHF zurück. Zwar konnte die Einheit ihre Marktstellung ausbauen und Übernahmen in Thailand und Taiwan tätigen, sie wurde allerdings auch von der Krise der Luxusgüterindustrie getroffen. Der EBIT stieg dennoch um 14% auf 82 Mio CHF. Keine Krise verspürte dagegen der Geschäftsbereich Pharmadistribution mit einem Umsatzzuwachs von 19% auf 3,1 Mrd CHF und einem EBIT von 46 Mio CHF (+39,4%).
Rückläufig verlief das Geschäft für die Geschäftseinheit Spezialrohstoffe mit einem Umsatzrückgang um 2,5% auf 703 Mio CHF. Wegen des Einbruchs im Europageschäft ging der EBIT deutlich auf 30 Mio CHF (-28,6%) zurück. Auch die vierte DKSH-Geschäftseinheit Technologie (Umsatz -8,2% auf 507 Mio CHF) bekam die Rezession zu spüren. Der EBIT ging um 44% auf 14 Mio CHF zurück.
Im laufenden Jahr hat der Konzern bereits drei Akquisitionen mit insgesamt 700 neuen Mitarbeitenden getätigt, darunter das auf Luxusgüter und Lifestyle spezialisierte Schweizer Handelshaus Hagemeyer-Cosa Liebermann. Dennoch liege der Hauptfokus auf dem Wachstum aus eigener Kraft, betonte Wolle: "DKSH hat in den bestehenden Märkten und Geschäftsfeldern noch sehr viel Wachstumspotenzial." Im ersten Quartal 2010 konnte die DKSH ihr Wachstum deutlich beschleunigen: Der Umsatz erhöhte sich zur Vorjahresperiode um 8% und der EBIT verbesserte sich gar um 25%.
Als neuer DKSH-Aktionäre ist Anfang 2010 Pierre Mirabaud, der ehemalige Präsident der Schweizer Bankiervereinigung, eingestiegen. Er habe einen Teil des Aktienpakets der Investorin Carolina Müller-Möhl übernommen, sagte Wolle. Einen Bedarf nach neuem Kapital habe der Konzern nach der Kapitalerhöhung von 2008 nicht, sagte der Konzernchef auf die Frage nach einem möglichen Börsengang.
tp/uh

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