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Helvetia und Baloise profitieren 2025 von günstigem Schadenjahr

Keystone-SDA

Die Versicherungsunternehmen Helvetia und Baloise vermelden für das Geschäftsjahr 2025 in ihrem letzten Jahr als eigenständige Unternehmen beide einen Gewinnanstieg.

(Keystone-SDA) Dabei konnten sie – trotz der Katastrophe von Blatten – von einem insgesamt günstigen Schadenverlauf profitieren.

Der grössere Fusionspartner Helvetia hat im vergangenen Jahr den Gewinn um 14,4 Prozent auf 574,7 Millionen Franken gesteigert, wie den am Mittwoch von der Helvetia Baloise vorgelegten Zahlen zu entnehmen ist. Das Gewinnwachstum sei von einer starken Entwicklung des zugrunde liegenden Geschäfts und günstigen Markteffekten unterstützt worden.

Der zugrunde liegenden Reingewinn des Versicherers mit Hauptsitz in St. Gallen stieg demnach sogar um 20 Prozent auf 633,4 Millionen Franken. Die Zahl klammert die Restrukturierungs- und Integrationseffekte im Zusammenhang mit der Fusion aber auch mit der Integration der spanischen Caser und der Helvetia Seguros aus.

Stagnierendes Geschäftsvolumen

Das Geschäftsvolumen der Helvetia lag derweil im vergangenen Jahr mit 11,55 Milliarden Franken praktisch auf Vorjahreshöhe. Bei konstanten Wechselkursen resultierte ein kleines Wachstum von 0,9 Prozent.

Das Versicherungsunternehmen legte dabei im Nichtlebengeschäft leicht zu, während das Volumen im Lebensversicherungsgeschäft leicht rückläufig war. Das Unternehmen begründet das nicht zuletzt mit der weiter sinkenden Nachfrage nach Vollversicherungslösungen im Schweizer Markt.

Die Combined Ratio – also das Verhältnis von Schadenzahlungen und Kosten zu den verdienten Prämien – im Nichtlebengeschäft verbesserte sich deutlich auf 93,1 Prozent von 95,0 Prozent im Jahr davor. Helvetia profitierte nicht zuletzt von geringeren Schäden aus Naturkatastrophen – dies trotz «erheblicher Kosten» aus dem Bergsturz in Blatten.

Gute Eigenkapitalrendite

Der Fusionspartner Baloise konnte im vergangenen Jahr auf «Standalone»-Basis den Aktionärsgewinn auf 409,6 Millionen Franken erhöhen nach 384,8 Millionen Franken im Jahr davor. Bereinigt um fusionsbedingte Einmaleffekte hätte der Aktionärsgewinn gar 570,6 Millionen betragen, heisst es in der Mitteilung.

Auf Grundlage des bereinigten Gewinns habe die Eigenkapitalrendite 15,5 Prozent erreicht, was leicht über der eigenen Zielbandbreite des Basler Versicherungskonzerns liege.

Auch die Baloise konnte von einem insgesamt günstigen Schadenumfeld profitieren. So steigerte der Versicherer in seinem Nichtleben-Geschäft den Betriebsgewinn (EBIT) um gut 20 Prozent auf 313,9 Millionen Franken. Die Combined Ratio verbesserte sich auf 92,2 Prozent (VJ 92,9 Prozent).

Der EBIT im Lebengeschaft fiel mit 237,2 Millionen (VJ 282,3 Millionen) dagegen unter Vorjahr aus. Neben den Aufwendungen für die Fusion mit der Helvetia verweist der Versicherer auf die Tatsache, dass das Vorjahresergebnis durch einen positiven Einmaleffekt begünstigt wurde. Im Segment «Asset Management und Banking» konnte das Unternehmen den EBIT ebenfalls steigern (+11,8 Prozent auf 99,6 Millionen).

Helvetia und Baloise hatten per Dezember 2025 zur Helvetia Baloise fusioniert. Dabei ist faktisch die kleinere Baloise in der Helvetia aufgegangen. Der Sitz der neuen Holding ist in Basel.

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