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ESSEN (awp international) - Der Hochtief-Betriebsrat und die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt haben das Kriegsbeil begraben. "Wir ziehen wieder an einem Strang. Wir haben alle Missverständnisse ausräumen können", sagte IG-BAU-Chef Klaus Wiesehügel nach einem Krisentreffen am Freitag in Frankfurt. Im Hochtief-Abwehrkampf hatte die Gewerkschaft ohne Absprache mit dem Betriebsrat der Essener eine einseitige Vereinbarung mit dem spanischen Angreifer ACS getroffen. Dies hatte die Arbeitnehmerseite von Hochtief um Siegfried Müller gegen die eigene Gewerkschaft aufgebracht.
Das Krisentreffen habe länger gedauert als gedacht, gab Wiesehügel zu, "aber wir haben eine gemeinsame Lösung finden können und einstimmig eine Resolution verabschiedet". Der zuletzt abtrünnige Betriebsrat Müller bestätigte den Inhalt der Resolution: "Das ist das, was ich auch vertrete", sagte er auf der gemeinsam anberaumten Pressekonferenz. Nun will der Hochtief-Betriebsrat auch Gespräche mit dem eigenen Vorstand über einer Sicherung der Arbeitsplätze führen.
Wiesehügel sieht nur noch wenige Möglichkeiten, dass Hochtief eine Übernahme durch ACS abwehren kann. "Ich glaube, es gibt nicht mehr viele Chancen, eine Übernahme abzuwenden", sagte er. "Dies verhindern kann nur noch die Politik." Nach Gesprächen mit ACS rechnet Wiesehügel nun nicht mehr mit einer Zerschlagung von Hochtief.
ACS-Manager Angel Altozano habe ihm glaubhaft versichert, dass er Hochtief für ein erfolgreiches Unternehmen halte, sagte der IG Bau-Chef. Der Essener Konzern solle seine Struktur behalten. Zudem soll auch der Baubereich von dem Engagement in der Energie profitieren. Altozano rechne wegen des Ausbaus der Energienetze mit grossen Aufträgen für die Bauunternehmen. Erst jüngst hatte ACS seinen Anteil am spanischen Versorger Iberdrola auf 20,2 Prozent aufgestockt.
ACS hält nach dem Ende der letzten Umtauschfrist 31,59 Prozent an Hochtief. Die Aktionäre, die ihre Aktien den Spaniern angedient haben, können aber noch innerhalb von sieben Bankarbeitstagen einen Rückzieher machen. Tun sie dies nicht, ist der Weg zur Mehrheitsübernahme für ACS ohne weitere aktienrechtliche Auflagen frei. Am 3. Februar wollen die Spanier das Endergebnis der Umtauschaktion bekanntgeben./stu/mne/stw

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