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In Zürich entstanden trotz vielen Abbrüchen mehr Wohnungen

Trotz zahlreicher Abrisse werden in Zürich mehr Wohnungen gebaut
Trotz zahlreicher Abrisse werden in Zürich mehr Wohnungen gebaut Keystone-SDA

In der Stadt Zürich sind 2025 mehr Wohnungen fertiggestellt worden als im Vorjahr. Dies, obwohl mehr Wohnungen abgebrochen wurden. Die Stadt erstellte mehr Wohnraum als die Baugenossenschaften. Die SP warnt vor Verdrängung.

(Keystone-SDA) 2977 Wohnungen wurden im letzten Jahr fertiggestellt, wie Statistik Stadt Zürich am Mittwoch mitteilte. Das sind 347 mehr als im Vorjahr. Unter Berücksichtigung von Neubauten, Umbauten und Abbrüchen sowie Registernachführungen betrug der Wohnungsbestand Ende 2025 238’472, heisst es weiter.

Die 1379 abgebrochenen Wohnungen sind die zweithöchste Zahl nach 2021. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 539 mehr. Einen Höchstwert gab es mit 547 bei den durch Umbauten entstandenen Wohnungen.

Wie die Stadt schreibt, hat sie mit 768 Wohnungen zum ersten Mal seit Einführung des Gebäude- und Wohnungsregisters 2009 mehr Wohnungen erstellt als die Baugenossenschaften mit 618. Die hohe Zahl der städtischen Wohnungen erklärt sich vor allem durch die Fertigstellung der Siedlungen Tramdepot Hard, Letzi und Leutschenbach.

SP will Initiative lancieren

Die SP warnte in einer ersten Reaktion vor den Immobilienfirmen. Diese besässen 34 Prozent der Wohnungen. Aktiengesellschaften, Anlagefonds, Banken und Versicherungen seien verantwortlich für die Verdoppelung der Mieten in Zürich in den letzten 25 Jahren.

Die Partei kündigte eine neue Wohn-Initiative an, um bezahlbaren Wohnraum zu sichern. Die städtische Wohnbaustiftung PWG soll damit gestärkt werden, um in den nächsten zehn Jahren bezahlbaren Wohnraum für 3 Milliarden Franken zu sichern . Die SP forderte auch die Stadt auf, die budgetierten 600 Millionen Franken aus dem Wohnraumfonds voll für den Kauf von Wohnhäusern auszunutzen.

79 Neubauprojekte bewilligt

Wegen der vielen Abbrüche rechnet Statistik Stadt Zürich mit einer weiterhin hohen Bautätigkeit. In der Regel würden nach Abbrüchen Ersatzneubauten entstehen. 2025 wurden zudem 79 Neubauprojekte mit rund 3000 Wohnungen bewilligt.

Höher als sonst war die Zahl der Wohnungen, die an Orten entstanden, an denen früher nicht gewohnt wurde. Zwei Drittel der durch Umbau geschaffenen Wohnungen entstanden so.

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