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Initiative für "menschenfreundlichere Fahrzeuge"

(Keystone)

Die Jungen Grünen der Schweiz haben den Text ihrer Initiative gegen so genannte Offroad-Fahrzeuge eingereicht. Die Unterschriftensammlung soll in zwei bis drei Wochen beginnen.

Das Volksbegehren verlangt vom Bund Vorschriften, um die negativen Auswirkungen von grossen und starken Fahrzeugen auf die Umwelt und die Verkehrssicherheit einzudämmen.

Die Jungen Grünen Schweiz sind überzeugt, mit ihrer bei der Bundeskanzlei zur Vorprüfung eingereichten so genannten "Stopp-Offroader-Initiative" breite Unterstützung zu erhalten, hiess es an einer Medienkonferenz in Bern. Zum Unterstützungskomitee gehören die Grüne Partei der Schweiz, der VCS, die IG Velo Zürich, Fussverkehr Schweiz und die Greenpeace Jugend.

Für das Zustandekommen der Initiative müssen innert 18 Monaten 100'000 Unterschriften gesammelt werden. Die Initiative verlangt, dass der Bund Vorschriften zur Reduktion der negativen Auswirkungen von Motorfahrzeugen erlässt, insbesondere der Unfallfolgen und der Umweltbelastung durch Personenwagen.

Emissions-Grenzwerte festlegen

Motorfahrzeuge mit übermässigem Ausstoss schädlicher Emissionen, insbesondere von CO2 oder Feinstaub, sollen nicht mehr zugelassen werden, fordert die Initiative.

Der Bund soll Emissionsgrenzwerte für die verschiedenen Fahrzeugkategorien - auch für Motorräder - festsetzen.

Die Initiative selbst schlägt nur für Personenwagen Grenzwerte vor: 250 Gramm CO2 pro Kilometer respektive 2,5 Milligramm Partikel pro Kilometer.

Motorfahrzeuge, welche Velofahrende, Fussgänger oder andere Verkehrsteilnehmende übermässig gefährden - vor allem Offroader -, sollen nicht mehr zugelassen werden.

Bereits zugelassene Fahrzeuge dieser Kategorien sollen in der Schweiz weiterhin verkehren dürfen. Allerdings soll für sie ein Höchsttempo von 100 km/h gelten.

Volksinitiative

Die Volksinitiative erlaubt den Bürgerinnen und Bürgern, eine Änderung in der Bundesverfassung vorzuschlagen. Damit sie zu Stande kommt, müssen ...

Auch Sportwagen und Limousinen im Visier

Die Initiative nimmt in erster Linie Offroader ins Visier, von denen fast alle betroffen wären - aber nicht ausschliesslich. Auch 24% der Sportwagen, 19% der hubraumstarken Limousinen und 4% der Mittelklassewagen würden den Emissions-Grenzwert überschreiten, sagte Bastien Girod von den Jungen Grünen Zürich.

Die Zentralpräsidentin des Verkehrs-Clubs der Schweiz (VCS)und Nationalrätin Franziska Teuscher (Grüne/BE) sagte an der Medienkonferenz, die Automobilindustrie müsse für umweltfreundliche Autos Markenimages aufbauen. Solche Fahrzeuge müssten als reelle Alternative wahrgenommen werden.

Übermotorisiert

Sylvia Leuenberger von den Genfer Grünen sagte, in der Schweiz sei der Anteil überstarker und überdimensionierter Fahrzeuge in den letzten Jahren sehr stark gestiegen - aus Gründen der Mode und nicht wegen echten Bedürfnissen. Der Strassenverkehr gehöre zu den grössten CO2-Verursachern, der Klimawandel verlange Handeln.

Auch Lukas Conolly von der Greenpeace Jugend erklärte, der Trend gehe immer stärker in Richtung einer Übermotorisierung. Das schade dem Klima und der Atemluft. "Dieser überdurchschnittliche CO2- Ausstoss fördert nur sinnlos den Klimawandel."

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Innerhalb der EU fiel der für Neuwagen erlaubte CO2-Ausstoss von 186 Gramm pro Kilometer 1995 auf 163 Gramm 2004.

Da dieser Ausstoss nicht schnell genug abnimmt, sieht die EU vor, ihn bis 2012 auf 130 Gramm festzulegen.

In der Schweiz bewegt sich dieser Wert viel höher: auf 204 Gramm im Jahr 2005.

2002 hatte die Vereinigung der Schweizer Automobil-Importeure eine Vereinbarung unterzeichnet, die eine Verminderung des Treibstoffverbrauchs von jährlich 3% bei Neuwagen vorsieht.

2008 sollten 6,4 Liter pro 100 km erreicht werden.

2005 nahm der Verbrauch um 1,98% ab. Er liegt also immer noch um 7% über dem ursprünglich anvisierten Ziel.

In der Schweiz verfügten 2006 rund ein Viertel aller verkauften Autos über Allradantrieb.

Davon sind knapp die Hälfte Geländewagen (12% der Neuzulassungen).

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