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FRANKFURT (awp international) - Die Pläne für den Börsengang des Industrieausrüsters Norma werden konkreter. Im zweiten Quartal, vielleicht sogar noch vor Ostern, soll der Hersteller von Schlauchschellen und Rohrverbindungen den Sprung aufs Parkett schaffen, wie Vorstandschef Werner Deggim der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ('FAZ'/Dienstag) sagte. Details gibt es noch nicht, aber in der Finanzwelt wird eine Notierung in Frankfurt und ein Emissionsvolumen im deutlich dreistelligen Millionenbereich erwartet, wodurch Norma zu einem der grossen inländischen Börsengänge in diesem Jahr werden könnte. "Wir haben 2010 ein Umsatzwachstum von knapp 50 Prozent und einen Rekordumsatz von gut 485 Millionen Euro erreicht", sagt Deggim der Zeitung. "Und wir sind weiterhin optimistisch für die Zukunft."
Die Fokussierung auf den Börsengang gilt insofern als ungewöhnlich, da Finanzinvestoren im Verkaufsprozess in der Regel immer zweigleisig fahren: Aktienemission oder Veräusserung an einen anderen Investor. Aber der bisherige Eigner, der Finanzinvestor 3i, scheint fest davon überzeugt, dass Norma an der Börse am besten aufgehoben ist ? und dass es nach der Emission zu Kursgewinnen kommen wird, die dem Finanzinvestor im Lauf der Zeit eine bessere Rendite bringen werden als ein sofortiger Komplettverkauf, schreibt das Blatt.
"Norma Group hat eine Grösse erreicht, bei der strategische Investoren nur noch schwer zu finden sind", erläutert Ulf von Haacke, der deutsche Co-Geschäftsführer von 3i. Erste Gespräche mit internationalen Grossanlegern hätten dagegen ein sehr hohes Interesse für die Norma-Aktie signalisiert. Kommt es zum Börsengang, wird es neben dem teilweisen Verkauf der von 3i gehaltenen Anteile wohl auch eine Kapitalerhöhung geben, die für das weitere Wachstum von Norma, aber auch zum Schuldenabbau genutzt werden soll. "Und wir werden auch künftig Geld für weitere Investitionen haben", betont Deggim.
Die richtige Bewertung der Aktie zu finden wird in den kommenden Wochen die Hauptaufgabe der von Norma und 3i mit dem Börsengang betrauten Institute (Goldman Sachs, Deutsche Bank, Commerzbank) sein. Helfen dürfte dabei, dass der Konzern direkt aus der Rezession heraus in 2010 dem Vernehmen nach wieder einen Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von rund 95 Millionen Euro erwirtschaftet hat und damit eine operative Marge von fast 20 Prozent.
Entstanden ist die heutige Norma Group im Jahr 2006, als die Beteiligungsgesellschaft 3i das Maintaler Familienunternehmen Rasmussen erwarb und mit dem schwedischen Konkurrenten ABA Group verschmolz. Mit weiteren Zukäufen entstand ein führender Zulieferkonzern mit mittlerweile gut 3.800 Mitarbeitern./nmu/tw

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