Iran: Öffnung der Strasse von Hormus hängt von USA ab
Eine Einigung mit dem Oman über einen neuen Mechanismus für die Schifffahrt durch die Strasse von Hormus bringt aus iranischer Sicht nicht direkt auch eine Öffnung der Meerenge mit sich. Vielmehr müssten die USA auf iranische Forderungen eingehen, sagte ein Sprecher der iranischen Revolutionsgarden der Nachrichtenagentur Tasnim.
(Keystone-SDA) Er erklärte, die USA sollten sich aus Verhandlungen zwischen dem Iran und dem Oman heraushalten. Seit Wochen verhandelt der Iran mit dem anderen Anrainerstaat der Meerenge, dem Oman, wie Schiffspassagen in der Strasse von Hormus geregelt werden sollen.
US-Präsident Donald Trump hatte in der Vergangenheit gesagt, an den Verhandlungen beteiligt zu sein. Sollte aus den Gesprächen ein Mechanismus hervorgehen, mit dem der Iran massgeblich die Schifffahrt in der Meerenge kontrollieren kann, wäre dies nach monatelangen US-Angriffen ein strategischer Sieg für Teheran.
Araghtschi: Forderung nach Wiedergutmachung nach US-Verstössen
Eine Einigung zwischen dem Iran und dem Oman sei nahe, sagte der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi in einem weiteren Tasnim-Bericht. Die Öffnung der Strasse von Hormus hänge etwa davon ab, dass die USA Verstösse gegen das im Juni geschlossene Rahmenabkommen, das den Weg für ein dauerhaftes Ende des Kriegs ebnen sollte, wiedergutmachten. Genauer ging er nicht darauf ein.
Bei dem nun mit dem Oman verhandelten Ansatz solle eine temporäre, neue Route durch die Meerenge festgelegt werden, sagte Araghtschi weiter.