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Osaka (awp/sda/afp/rtd/dpa) - Aus Sorge vor radioaktiver Strahlung hat Japans Gesundheitsministerium Wasseraufbereitungsanlagen im ganzen Land angewiesen, kein Regenwasser mehr zu verwenden. Becken müssten mit Plastikplanen abgedeckt werden, ordnete die Behörde an.
Da radioaktive Partikel aus dem schwer beschädigten Atomkraftwerk Fukushima 1 über das Regenwasser in Flüsse gelangen könnten, sollte aus Flüssen kein Trinkwasser mehr entnommen werden, sagte ein Ministeriumssprecher der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Allerdings sollten diese Massnahmen nur in dem Masse umgesetzt werden, wie sie nicht die Trinkwasserversorgung gefährdeten.
Vergangene Woche waren im Trinkwasser der Hauptstadt Tokio und mehreren anderen Städten erhöhte Werte von radioaktivem Jod 138 gemessen worden. Seitdem ist die Belastung wieder zurückgegangen.
An der Börse in Tokio fiel der Kurs der Elektrizitätsgesellschaft Tepco, die das havarierte Atomkraftwerk Fukushima 1 betreibt, am Montag um 17,7%. Das Unternehmen steht wegen des Krisenmanagements in dem Kraftwerk, das bei dem schweren Erdbeben und dem anschliessenden Tsunami am 11. März beschädigt worden war, in der Kritik.
Tepco hatte am Sonntagabend mitgeteilt, die veröffentlichten Werte zur Strahlenbelastung seien falsch und damit viel zu hoch angegeben worden. Das Unternehmen macht einen zunehmend hilflosen Eindruck, wie es die Katastrophe in den Griff bekommen will. Leider gebe es keinen konkreten Zeitplan, um klar zu sagen, in wie vielen Monaten oder Jahren die Krise vorbei sei, sagte Tepco-Vizepräsident Sakae Muto.
Regierungssprecher Yukio Edano übte scharfe Kritik am Umgang von Tepco mit den Strahlungsmesswerten: Das Vorgehen sei "inakzeptabel".
Derweil hat das japanische Handelsministerium auf die vierteljährliche Schätzung der Stahlproduktion verzichtet: Nach Erdbeben und Tsunami seien die Auswirkungen auf Stahlhersteller und die Autobranche noch nicht abzusehen.
Zudem setzte das Transportministerium auf unbestimmte Zeit eine Reform der Mautgebühren aus, um den Wiederaufbau besser finanzieren zu können. Japanischen Zeitungen zufolge dürfte die Regierung damit 120 Mrd JPY (etwa 1,36 Mrd CHF) einsparen. Ursprünglich sollten die Gebühren - einige der teuersten der Welt - gedeckelt werden, um Reisen zu fördern.
rt

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