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Jessica Jaccoud will in die Waadtländer Regierung

Keystone-SDA

Die SP-Nationalrätin Jessica Jaccoud hat ihre Kandidatur für den Waadtländer Staatsrat angekündigt. Die 42-jährige Anwältin will bei den Wahlen 2027 die Nachfolge der nicht mehr antretenden Staatsrätin Nuria Gorrite übernehmen.

(Keystone-SDA) Jaccoud gab ihre Ambitionen für die Regierung des Kantons Waadt in einem Interview mit der Zeitung «24 Heures» bekannt. Sie bewirbt sich um einen Platz auf dem Dreierticket der SP. Dieses wird an einem ausserordentlichen Parteitag am 26. September in Aubonne bestimmt. Bisher ist bekannt, dass sich auch der amtierende Staatsrat Roger Nordmann um einen Platz auf diesem Ticket bewirbt.

Die 42-jährige Jaccoud möchte die Nachfolge von Nuria Gorrite antreten, die sie als ihre politische Mentorin bezeichnet. Gorrite wird 2027 nach drei fünfjährigen Amtszeiten nicht mehr zur Wahl antreten. Im Falle einer Wahl in die kantonale Exekutive werde sie ihr Mandat im Nationalrat niederlegen, wie Jaccoud der Zeitung mitteilte.

Die Rechtsanwältin ist seit über einem Jahrzehnt politisch aktiv. Sie gehörte von 2014 bis 2023 dem Grossen Rat des Kantons Waadt an, bevor sie in den Nationalrat gewählt wurde. Von 2018 bis 2022 war sie Präsidentin der SP Waadt.

Von den amtierenden Regierungsmitgliedern haben Frédéric Borloz, Isabelle Moret und Christelle Luisier (alle FDP) sowie Vassilis Venizelos (Grüne) angekündigt, erneut zu kandidieren. Die Absichten von Valérie Dittli (Mitte) sind noch nicht bekannt. Der erste Wahlgang für den Staatsrat findet am 28. Februar 2027 statt.

«Neues Kapitel öffnen»

Jaccoud erklärte ihre Kandidatur mit dem Wunsch, für den Kanton Waadt «ein neues Kapitel zu öffnen». Dieses solle sich auf die Bürgerinnen und Bürger und deren Alltag konzentrieren anstatt auf «die zwischenmenschlichen Krisen der Minister der rechten Allianz». Die SP habe eine wichtige Rolle dabei zu spielen, dass die Menschen ohne finanzielle Sorgen über die Runden kämen.

Sie forderte zudem, steuerliche Vorteile für «die Mächtigen» abzuschaffen. In der zu Ende gehenden Legislaturperiode seien bereits mehrere Steuersenkungen zu Lasten der Mittelschicht beschlossen worden. Es sei «mehr als skandalös», weitere Erleichterungen für jene in Betracht zu ziehen, die bereits von der fehlerhaften Anwendung des Steuerdeckels profitiert hätten.

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