Krim: Tote bei ukrainischem Drohnenangriff
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim sind nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden. Bei der Attacke auf einen Wohnblock in der Stadt Kertsch habe es auch einen Verletzten gegeben, teilte der von Moskau eingesetzte Statthalter, Sergej Aksjonow, bei Telegram mit.
(Keystone-SDA) Die Krim, die auch als Aufmarschgebiet für die russischen Truppen in Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine gilt, sieht sich seit Monaten verstärkten Drohnenattacken Kiews ausgesetzt. Dabei sterben immer wieder auch Zivilisten oder werden verletzt.
Krim erlebte schwere Krise
Die ukrainischen Drohnenattacken haben auf der bei Touristen im Sommer sonst beliebten Halbinsel auch eine Energiekrise ausgelöst. Immer wieder kommt es durch die Attacken auf die Energieinfrastruktur zu langen Stromausfällen.
Die Angriffe führten ausserdem zu einer Benzinkrise, nachdem die Ukraine unter anderem Tanker mit Kraftstofflieferungen bombardiert hatte. Bewohner klagen über hohe Preise an den Tankstellen und für die Lebenshaltung, Hotellerie und Gastronomie über das Wegbleiben von Touristen.
Die ukrainischen Drohnenstreitkräfte haben den Menschen auf der Krim nach einer Befreiung der Halbinsel einen Wiederaufbau in Aussicht gestellt. Allerdings halten Experten die militärischen Möglichkeiten Kiews für derzeit völlig unzureichend, um das Gebiet zurückzuerobern.