Kriminalgericht Luzern verurteilt Trio für über hundert Diebstähle
Das Kriminalgericht Luzern hat drei Männer, die gemeinsam auf Diebestour waren, zu mehrjährigen Freiheitsstrafen verurteilt und des Landes verwiesen. Zwei der drei akzeptierten das Urteil.
(Keystone-SDA) Die drei Männer wurden des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung und zahlreicher weiterer Delikte schuldig gesprochen. Die Strafen belaufen sich von dreieinhalb Jahren bis auf vier Jahre, fünf Monate und sieben Tage, wie es in dem am Freitag publizierten Urteil heisst.
Die Landesverweise wurden auf eine Dauer von neun respektive zehn Jahren ausgesprochen. Zwei der Männer stammen aus Algerien, einer von ihnen hat die tunesische Staatsbürgerschaft.
101 Diebstähle in dreieinhalb Monaten
Die höchste Strafe erhielt der Beschuldigte, der Berufung angemeldet hat. Der 33-jährige Algerier soll zwischen Ende Juli und Mitte November 2022 21 Mal von Frankreich illegal in die Schweiz eingereist sein, um die Taten – 101 vollendete und 63 versuchte Diebstähle – zu begehen. Die Deliktsumme soll sich dabei auf rund 420’000 Franken belaufen.
Dieser Beschuldigte war auch der einzige, der an der Hauptverhandlung teilnahm. An dieser wurde offenbar auch erst endgültig klar, wie er heisst, wie aus dem Urteil hervorgeht. Der Mann lebt aktuell in einem Schweizer Gefängnis.
Die Männer begingen die Taten vor allem im Kanton Luzern, zu dritt, zu zweit oder alleine. Auch wenn sie keine feste Vorgehensweise gehabt hätten, so seien sie doch arbeitsteilig und organisiert vorgegangen und hätten ihre Erlöse geteilt, heisst es im Urteil des Kriminalgerichts.
Das Gericht folgte mit dem Urteil weitgehend den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Es sprach die Beschuldigten nur von einigen wenigen Vorwürfen frei. Die Verteidiger hatten für deutlich tiefere, teilweise auch bedingte Strafen plädiert.