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Abschluss der Solothurner Literaturtage

Mit der Lesung von Fritz H. Dinkelmann aus seinem Polit-Thriller "Die Kanzlerin" sind am Sonntag die 31. Solothurner Literaturtage zu Ende gegangen. Trotz strahlendem Wetter besuchten 10'500 Leute die etwa 70 Veranstaltungen.

Etwa 2000 weitere Literaturfans und Passanten folgten ausserdem den 40 «querbeet»-Lesungen auf dem Klosterplatz. Zu den 92 Autoren, die auftraten, kamen fast 150 Schreibende, um zuzuhören. «Eine schöne Bestätigung dafür, dass die Literaturtage der wichtigste Treffpunkt der Schweizer Literaturszene sind», freute sich Mitorganisatorin Veronika Jaeggi.

Die Schlusslesung des Deutschland-Korrespondenten Dinkelmann bot eine der spannendsten Entdeckungen: die deutsche Bundeskanzlerin, ein Gipfeltreffen mit Bundesrat, Internet-Anarchisten und ein Attentat in der Säntisbahn sind die Haupt-Ingredienzien des im August erscheinenden, 600-seitigen Schmökers.

Ein weiterer Höhepunkt war am Samstag die «Doppellesung» Johann Peter Hebel/Franz Hohler, bei der der noch lebende Autor auch seinen längst verstorbenen Partner spielte. Indem Hohler seine eigenen heiteren Geschichten jenen von Hebel gegenüberstellte, belegte er, dass sich die Menschheit in den vergangenen 200 Jahren nicht nennenswert fortentwickelt hat.

swissinfo.ch und Agenturen

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