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Anne-Lise Grobéty gestorben

Die Neuenburger Schriftstellerin Anne-Lise Grobéty ist tot. Sie starb am Dienstag mit 60 Jahren. Die Lyrikerin, Romanautorin und Erzählerin erhielt mehrere Preise in der Schweiz und Frankreich. Die meisten ihrer Bücher erschienen auch auf Deutsch.

Mit 18 Jahren veröffentlichte Grobéty ihre erste Erzählung «Pour mourir en février», die gleich mit dem Prix Georges Nicole ausgezeichnet wurde; das Buch erschien unter dem Titel «Im Februar sterben» auf Deutsch.

1986 folgte der Prix Rambert für «La Fiancée d’hiver» («Die Wintersbraut»), 2000 der Grand Prix C.F. Ramuz für ihr bisheriges Gesamtwerk, darunter die Romane «Zéro positif» («Fluchtbewegungen») und «Infiniment plus» («Unendlich mehr»).

Anne-Lise Grobéty wurde am 29. Dezember 1949 in La Chaux-de-Fonds, Kanton Neuenburg, geboren. Sie studierte an der geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Neuenburg und arbeitete als Journalistin. 1973-82 sass die dreifache Mutter für die Sozialdemokraten im Neuenburger Grossen Rat.

Mit dem doppelt ausgezeichneten Buch «Le Temps des Mots à Voix basse» («Die Zeit der leisen Worte») machte sie 2001 einen ersten Abstecher in das Gebiet der Jugendliteratur; sie griff darin mit der Judenverfolgung während des Zweiten Weltkriegs auch zum ersten Mal ein historisches Thema auf.

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