Bourbaki-Panorama ab Ende Januar 2000 wieder zu besichtigen
Nach über dreieinhalbjähriger Restauration wird das Bourbaki-Panorama ab Ende Januar 2000 in Luzern (Bild: Ausstellungsgebäude) wieder öffentlich gezeigt. Die Kosten der Restauration wurden von einem privaten Verein übernommen.
Nach über dreieinhalbjähriger Restauration wird das Bourbaki-Panorama ab Ende Januar 2000 in Luzern (Bild: Ausstellungsgebäude) wieder öffentlich gezeigt. Die Kosten der Restauration für das Bild mit 1’100 Quadratmetern Fläche wurden von einem privaten Verein übernommen. Es ist eines der wenigen noch erhaltenen grossen Panoramagemälde.
Das zehn auf 110 Meter grosse Rundgemälde des Malers Edouard Castres stellt mit der Internierung der französischen Ostarmee des Generals Bourbaki im Winter 1871 in der Schweiz ein Ereignis des Deutsch-Französischen Kriegs 1870/71 dar. Das Panorama-Ölbild wurde seit Frühling 1996 restauriert. Die Kosten von fünf bis 5,5 Millionen Franken werden vom privaten Verein zur Erhaltung des Borubaki-Panoramas übernommen, wie Bernadette Burger, Direktorin des Kulturzentrums Panorama am Freitag (24.12.) auf Anfrage in Luzern sagte. Das Vorgelände zum Bild ist als täuschend echte, dreidimensionale Szenerie gestaltet. Die Aufwendungen von 1,6 Millionen Franken für die Wiederherstellung dieses Bereichs werden ebenfalls vom Verein übernommen.
Das Ausstellungsgebäude in Luzern ist mit einem neuen Anbau versehen und unterkellert. Die Kosten für diese Bauarbeiten belaufen sich laut Burger auf 26,5 Millionen Franken und wurden von einer Stiftung übernommen, die grösstenteils durch Stadt und Kanton Luzern finanziert ist. Die Eröffnung des Bourbaki-Panoramas ist für 29. Januar 2000 geplant.
Neben dem Riesen-Rundgemälde mit Museum umfasstt das Kultur- und Begenungszentrum Panorama mitten in Luzern unter anderem auch einen Ausstellungsraum für junge Kunst, die Stadt- und Regionalbibliothek Luzern sowie drei Kinosääle. Am vergangenen Dienstagabend war im Untergeschoss des Gebäudes in einem Kinosaal ein Feuer gelegt worden, das jedoch rasch gelöscht werden konnte. Das Panoramabild wurde nicht beschädigt.
Das Bourbaki-Panorama wurde von Castres in Genf geschaffen, zusammen mit neun Mitarbeitern. Einer von ihnen war der berühmte Schweizer Maler Ferdinand Hodler. Das Panorama kam 1889 von Genf nach Luzern. Das Rundgemälde ist gemäss Burgener eines der künstlerisch wertvollsten und gleichzeitig eines der wenigen noch erhaltenen Panoramabilder der Welt.
SRI und Agenturen
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