Dokumentarfilm-Pionier Walter Marti gestorben
Der Zürcher Dokumentarfilmer Walter Marti ist nach Angaben seiner Familie am Dienstag (21.12.) im Alter von 76 Jahren gestorben. Marti und seine Arbeitspartnerin Reni Mertens galten als Pioniere und kreativste Vertreter der Schweizer Dokumentarfilmszene.
Der Zürcher Dokumentarfilmer Walter Marti ist nach Angaben seiner Familie am Dienstag (21.12.) im Alter von 76 Jahren in Zürich verstorben. Marti und seine Arbeitspartnerin Reni Mertens galten als Pioniere und kreativste Vertreter der Schweizer Dokumentarfilmszene.
Alain Tanner würdigte den Verstorbenen als ‚alten Kameraden der Anfänge des Schweizer Films‘. Er und Mertens Schaffen zeichnete sich zugleich durch ‚ästhetische Qualität wie sozio-politisches Engagement‘ aus. Dieser Linie seien die beiden ‚ein Leben lang rigoros treu geblieben.‘
Marti gehörte 1963 zu den Begründern des Verbands Schweizerischer Filmgestalter. Gemeinsam mit Mertens förderte er junge Schweizer Filmemacher und produzierte beispielsweise die ersten Filme von Alain Tanner und Rolf Lyssy.
Zu den wichtigsten Werken des Tandems Marti/Mertens gehören ‚Ursula oder das unerwartete Leben‘ (1966), das Porträt eines taubstummen, blinden Mädchens, oder ‚Die Selbstzerstörung des W.M.Diggelmann‘ (1973).
Der letzte Dokumentarfilm ‚Requiem‘ von 1992 wurde als ‚musikalisches Filmgedicht ohne Worte‘ im Andenken an die Millionen in Europa gefallenen Soldaten beschrieben.
SRI und Agenturen
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