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Filmemacher Alain Tanner feiert 70. Geburtstag

Der Schweizer Filmschaffende Alain Tanner wird heute Montag (06.12.) 70 Jahre alt. Tanner, einer der produktivsten und international bekanntesten Schweizer Filmregisseure war massgeblich an der Gründung des Neuen Schweizer Films beteiligt.

Der international bekannteste Schweizer Filmschaffende Alain Tanner wird heute Montag (06.12.) 70 Jahre alt. Tanner war – zusammen mit seinem Weggefährten und Altersgenossen Claude Goretta – massgeblich an der Gründung des Neuen Schweizer Films beteiligt.

Seit Ende der 60er Jahre, als Tanner mit seinem düsteren Erstling ‚Charles mort ou vif‘ auf Anhieb den Goldenen Leoparden am Filmfestival Locarno gewann, drehte der Genfer Cinéast unermüdlich alle ein bis zwei Jahre einen Kinofilm – und steht damit einmalig da in der Schweizer Kinolandschaft.

Auch zu seinem Geburtstag hat sich Tanner ein filmisches Geschenk gemacht. Seit Mitte November ist in den Schweizer Kinos sein neuer Spielfilm ‚Jonas et Lila, à demain‘ zu sehen, eine Art Hommage in eigener Sache. Der Film ist eine Referenz an seinen grössten Erfolg ‚Jonas qui aura 25 ans en l’an 2000‘, der 1976 sogar in den USA zu sehen war.

Als politischer Mensch ist Alain Tanner von den Ereignissen des Jahres 1968 geprägt. Mit seinen Filmen kämpft er immer auch für die politische Veränderung und gegen gesellschaftliche Zwänge.

Der dymanische und charismatische Genfer Filmschaffende versteht sich nach wie vor als Autorenfilmer, der sich nur darum mit einem Produzenten zusammentut, um sich im Subventionsdschungel besser zurechtzufinden. Er hat darum auch nie einen wirklich teuren Film gedreht, und schreibt seine Drehbücher noch immer selber.

Tanners filmpolitisches Engagement begann bereits während seiner Studienzeit in Genf, wo er zeitlebens seinen Lebensmittelpunkt hatte. Zusammen mit Claude Goretta gründete er den ‚Ciné Club Universitaire‘, war später Mitinitiant des Schweizer Regieverbandes, und gründete 1968 zusammen mit Michel Soutter, Jean-Louis Roy, Jean-Jacques Lagrange und Goretta das berühmte Produktionskollektiv ‚Groupe des 5‘ mit dem Ziel, den Schweizer Film zu reformieren. Im Rahmen der ‚Groupe des 5‘ drehte er 1969 seinen preisgekrönten Erstling ‚Charles mort ou vif‘.


SRI und Agenturen

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