Fremdsprachen-Unterricht künftig bereits für Drittklässler
An den Schweizer Primarschulen soll die erste Fremdsprache künftig bereits ab der dritten Klasse unterrichtet werden. Darauf einigten sich die kantonalen Erziehungsdirektoren. Ob dies Englisch oder eine Landessprache sein wird, ist noch offen.
Die Kantone sollen zudem die Verschmelzung von Kindergarten und Frühschule zu einer Basisstufe prüfen.
Der Sprachenunterricht wird nach dem Willen der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) früher einsetzen als bisher, wie EDK-Präsident Hans Ulrich Stöckling am Donnerstag (31.08.)vor den Medien sagte. Zudem wird bereits ab der fünften Klasse mit der zweiten Fremdsprache begonnen.
Die politisch heikle Frage, ob die erste Fremdsprache an den öffentlichen Schulen Englisch oder eine Landessprache sein wird, fällt die EDK Anfang November. Dabei soll laut Stöckling eine Lösung gefunden werden, die für alle Kantone tragbar ist. Rechtlich verbindlich sei dieser Beschluss allerdings nicht, denn die EDK könne nur Empfehlungen an die Kantone abgeben.
Er erwarte aber, dass sich die Kantone daran halten werden. Bisher plädierten vor allem die Westschweizer und die zweisprachigen Kantone weiterhin für den Beginn mit einer Landessprache. Andere wie Zürich gaben dem Englisch den Vorzug.
Es sei klar, dass einige Kantone dem Englisch den Vorzug gäben, sagte Stöckling. Unbestritten sei auch, dass bei vielen Schülern sowohl in der Deutsch- wie der Westschweiz das Englische populärer sei als die andere Landessprache. Die Schule habe sich aber nicht nur an der Popularität eines Fachs auszurichten, sondern nach der politischen und emotionalen Bedeutung eines Entscheids. Klar sei auch, dass auf Grund der Anforderungen der Wirtschaft, Englisch heute eine grosse Bedeutung habe.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch