Genf feiert 150 Jahre Rotes Kreuz
240 Jugendliche aus 120 Mitgliedstaaten wurden am Dienstag in Genf von IKRK-Präsident Jakob Kellenberger empfangen. In einem Appell verurteilten sie Kriege und riefen zur Förderung der Erziehung und zum Schutz der Schwächsten auf.
Die jungen Menschen trafen zu Fuss oder per Bus aus Solferino ein. In der italienischen Ortschaft hatte 1858 eine blutige Schlacht stattgefunden, die zur Gründung des Internationalen Komitees des Roten Kreuz (IKRK) durch den Schweizer Henry Dunant geführt hatte.
In der Erklärung nannten die Jugendlichen die Gesundheit, die Ökologie und den Klimawandel als wichtige Herausforderungen. «Sie haben sich nicht nur physisch, sondern auch psychisch bewegt, indem Sie persönlich Handeln», würdigte Jakob Kellenberger ihr Engagement.
Am Empfang nahmen auch Vertreter der UNO, der internationalen Gemeinschaft sowie der Schweizer und Genfer Behörden teil. Die Delegation des Bundes führte die höchste Schweizerin an, Nationalratspräsidentin Chiara Simoneschi-Cortesi.
1859 war der Kaufmann Dunant in Solferino zufällig Zeuge der Schlacht zwischen Truppen von Napoleon und Österreich-Ungarn geworden, die eine der blutigsten der Geschichte war. Insbesondere die schrecklichen Schreie der Verwundeten waren es, die ihn zur Gründung des Roten Kreuzes angeregt hatten.
swissinfo.ch und Agenturen
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