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Im Zentrum steht das bewegte Bild

Video Installation im Basler Theater. (Bild: Viper Basel) Viper Basel Presse

Zwischen dem 23. und 27. Oktober findet in Basel die 22. Ausgabe des Viper Festivals statt.

Unter dem Motto «public – private» werden Film-, Video-, CD-Rom-, aber auch Internet-Produktionen aus dem In- und Ausland gezeigt.

Festivalzentrum ist, wie schon im Vorjahr, das Theater Basel. Eine Installation mit dem Titel «Meine Familie» unterstreicht auf eindrückliche Weise das diesjährige Thema «public – private»:

Die Fernsehgeräte auf den Tischchen zeigen eine Bilder-Sequenz von Home-Videos: Hochzeiten, Kinder, Geburtstagsfeste, Haustiere.

Was soll das, fragt man sich. Wer interessiert sich schon für Familienfilmchen des Künstlers? Interessant wird es, wenn man erfährt, dass es sich nicht um Verwandte des Künstlers, sondern um anonyme Familien handelt, welche private Bilder ihres Lebens im Netz platziert haben.

Rege internationale Beteiligung

Etwas schlanker das Programm und unter neuer Leitung – so präsentiert sich Viper22, das einzige Medienkunst-Festival in der Deutschschweiz, das über internationale Ausstrahlung verfügt.

Im internationalen Wettbewerb Film/Video kommen in diesem Jahr 47 Arbeiten aus 15 Ländern zur Aufführung, in der Werkschau Schweiz sind 32 Produktionen zu sehen.

Im Bereich CD-Rom/Internet werden im internationalen Wettbewerb 23 Arbeiten aus 10 Staaten präsentiert, in der Werkschau Schweiz deren neun.

Chance für Jugendliche

Neu ist in diesem Jahr, dass junge Leute eine Plattform für ihr kreatives Schaffen im Bereich Computing erhalten habe. Unter dem Titel «Viper-u20-freestyle» findet ein Wettbewerb für Jugendliche unter 20 Jahren statt, und zwar in Zusammenarbeit mit dem Mittelschul- und Berufsbildungsamt Zürich.

«50 Arbeiten sind eingereicht worden. Das sind gute Zahlen für ein erstes Mal», sagt Viper-u20-freestyle-Projektleiterin Doris Traubenzucker gegenüber swissinfo.

Da es sich um ein Pilotprojekt handle, sei es noch zu früh, irgendwelche Tendenzen herauszulesen, betonte die Projektleiterin. Es brauche zwei, drei Jahre, bis sich ein Wettbewerb etabliert habe.

Klar sei jedoch, dass sich die von den 15-20Jährigen eingereichten Arbeiten klar von den anderen Beiträgen unterscheiden. Es seien selbstverständlich auch andere Massstäbe angewendet worden.

Hoffen auf treues Publikum

Die beiden neuen Leiterinnen, Rebecca Picht und Annika Blunck, rechnen auch in diesem Jahr wieder mit einer guten Resonanz, wie sie vor den Medien erklärten.

Im Jahr 2000, als das Viper-Festival zum ersten Mal in Basel abgehalten wurde, kamen 20’000 Besucherinnen und Besucher, letztes Jahr 15’000. Ähnlich viele werden auch dieses Jahr erwartet.

Wie die neue Leitung in einem Interview mit dem Zürcher «Tages-Anzeiger» erklärte, sind die Mittel in diesem Jahr etwas knapper. «Der Umzug von Luzern nach Basel vor drei Jahren hat Viper viel Kraft gekostet.»

So beschlossen die Organisatorinnen, auf eine Retrospektive zu verzichten und die Rahmenveranstaltungen bescheidener zu halten.

swissinfo, Raffaella Rossello, Gaby Ochsenbein und Agenturen

Das Viper Festival findet zum 22. Mal statt.
Erwartet werden rund 15’000 Besucherinnen und Besucher.
Internationaler Wettbewerb Film/Video: 47 Arbeiten aus 15 Ländern.
Werkschau Schweiz: 32 Arbeiten.
Internationaler Wettbewerb CD-Rom/Internet: 23 Arbeiten aus 10 Ländern.
Werkschau Schweiz: 9 Arbeiten.

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