Komponist Willy Burkhard wäre heute 100 Jahre alt
Der 1955 verstorbene Schweizer Komponist und Erneuerer reformierter Kirchenmusik, Willy Burkhard (l.), wäre am 17. April 100-jährig geworden. International bekannt wurde Burkhard mit dem 1936 in Basel uraufgeführten Oratorium "Das Gesicht Jesajas".
Der Schweizer Komponist und führende Erneuerer reformierter Kirchenmusik, Willy Burkhard (l.) wäre am 17. April 100-jährig geworden. Über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde Burkhard mit dem 1936 in Basel von Paul Sacher (r.) uraufgeführten Oratorium «Das Gesicht Jesajas».
Mit seinem Berufskollegen Arthur Honegger (2.v.l.) vergleichbar, strebte Burkhard eine Synthese von alemannischer Schwerblütigkeit mit französischer Klangkultur an. Sein artenreiches Lebenswerk, das vom kleinen Klavierstück über viel Kammermusik bis zu Kantaten und zur Oper «Die schwarze Spinne» ( nach Jeremias Gotthelf) reicht, zeichnet sich durch Linearität und diskrete Farbigkeit aus.
Zu den Hauptwerken gehören eine Messe, das Oratorium «Das Jahr», die «Sintflut» für unbegleiteten Chor, eine Sinfonie, je ein Violin- und Bratschenkonzert, die Toccata für Bläser, Schlagzeug und Streichorchester, die «Lyrische Musik in memoriam Georg Trakl» (Kammermusik), der Liederzyklus «Herbst», ein Streichquartett, und die «Six Préludes» für Klavier.
Ausbildung in Deutschland und Frankreich
Sein kompositorisches Rüstzeug holte sich Willy Burkhard zuerst bei Sigfrid Karg-Elert in Leipzig und bei Walter Courvoisier in München, dananch bei Max d’Ollone in Paris. Von 1928 an wirkte er am Berner Konservatorium, 1942 wechselte er ans Konservatorium Zürich. Dort erteilte er bis zu seinem Tod 1955 Theorie- und Kompositionsunterricht.
Unter seinen bekanntesten Schülern befinden sich Klaus Huber, Rudolf Kelterborn, Armin Schibler und Ernst Widmer. Burkhard wurde 1950 mit dem Musikpreis der Stadt Zürich und dem Komponistenpreis des Schweizerischen Tonkünstlervereins ausgezeichnet.
swissinfo und Agenturen
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