Giovanni Giacomettis "Nebelmeer" (rechts) ist eine der Hauptattraktionen der Kronenhalle im ersten Stock.
Christian Flierl/Photo13
Links eine Lampe von Diego Giacometti und rechts ein Stillleben von Sigismund Righini.
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Augusto Giacomettis "Vogelkäfig" befindet sich in der Mitte der Wand, Righinis Pfirsiche links und Max Gublers "Nacht" rechts.
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Marc Chagals "Le coucher de soleil" (Sonnenuntergang) empfängt die Besucher der Kronenhalle im Erdgeschoss.
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Links ein Stillleben von Chaïm Soutine und rechts ein Aquarell von Auguste Rodin.
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"Gros nuages" (grosse Wolken) von Georges Braque.
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Links "Maler bei der Arbeit" von Pablo Picasso, rechts "La petite blanchisseuse" (Kleine Wäscherin) von Pierre Bonnard.
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Georges Braque, "La Plaine II" (die Ebene).
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Links: "Kirschbäume" von Ferdinand Hodler, rechts neben dem Fenster, "Les éclats du soleil blessent l'étoile tardive" (Die Sonnenstrahlen schwächen den späten Stern) von Joan Mirò.
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Raymond Pettibon, Pablo Picasso und Henri Matisse erwarten die Besucher geduldig in der Kronenhalle.
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Wer Rang und Namen hat, trifft sich in Zürich in der Kronenhalle. Das renommierte Restaurant verbindet Bild- und Tafelkunst, indem es Meisterwerke der modernen Malerei an den Wänden zeigt. Ein Buch erzählt von dieser Berufung.
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Als Online-Redakteur in der portugiesischsprachigen Redaktion, der für die Kulturberichterstattung von SWI swissinfo.ch verantwortlich ist, arbeite ich als Reporter, Redaktor, Kunst- und Filmkritiker und koordiniere zudem freie Mitarbeitende.
Geboren in São Paulo, Brasilien, studierte ich Film und Wirtschaft, machte aber eine Karriere im Journalismus in verschiedenen Funktionen (Reporter, Redaktor, internationaler Korrespondent), bevor ich zum Dokumentarfilm wechselte, als Entwickler und Produzent, und dann zur bildenden Kunst (im Kunstverlag und als Kurator). Seit 2017 bin ich bei SWI swissinfo.ch, wo ich diese breite Erfahrung in die Koordination unserer Kulturabteilung einbringen kann.
Christian Flierl / 13 Fotos, und Eduardo Simantob (Text)
Das Buch «Pays de rêveExterner Link» (Land der Träume) versucht, den engen Kontakt, den das Restaurant KronenhalleExterner Link in Zürich seit Jahrzehnten mit Künstlern pflegt, durch Archivbilder und Fotos von Kunstwerken zu dokumentieren. Der Verlag bat ausserdem vier junge Zürcher Schriftsteller, literarische Texte zu verfassen, die an die zeitlose Atmosphäre der Kronenhalle erinnern.
Das 1924 im Zentrum von Zürich eröffnete Restaurant entwickelte sich schnell zu einem sehr beliebten Treffpunkt für Maler, Schriftsteller und Architekten. In der Kronenhalle waren zum Beispiel viele Prominente wie Coco Chanel, James Joyce, Richard Strauss, Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt zu Gast. Das Besitzerpaar, Hulda und Gottlieb Zumsteg, sorgten dafür, dass der Ort für alle zugänglich blieb und einige kulinarische Angebote für niedrigere Budgets erschwinglich blieben.
Eine echte Sammlung
Als Gustav Zumsteg das Restaurant übernahm, entwickelte er den Geist des Ortes durch seine Leidenschaft für Kunst noch weiter. Er stand in Kontakt mit vielen Künstlern und unterstützte diese durch den Kauf ihrer Werke, obwohl er damals nicht wissen konnte, dass sie Jahrzehnte später Millionen von Dollar wert sein würden.
Auch steht die Kronenhalle immer noch an ihrem ursprünglichen Platz, aber sie hat ihre unkonventionelle Seite verloren: Restaurant und Bar ziehen heute vor allem die Finanzelite Zürichs an und weniger die Gassenkünstler. An den Wänden jedes Raumes hängt immer noch eine Vielzahl von Meisterwerken. Die Sammlung wird von der «Hulda und Gustav Zumsteg-StiftungExterner Link» verwaltet. Ihr Ziel ist es, die Kronenhalle als Ort einzigartiger Gastronomie und Kunst zu erhalten.
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