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Museum Jean Tinguely zeigt Werke von Panamarenko

Das Museum Jean Tinguely in Basel. Keystone

Das Museum Jean Tinguely in Basel zeigt bis zum 15. Oktober die Flugzeuge, fliegenden Untertassen und Unterseeboote des belgischen Künstlers Panamerenko. Zu sehen sind Werke aus allen Schaffensperioden von Panamarenko.

Panamarenko vertrete in der zeitgenössischen Kunst eine ausserordentliche und nur schwer einzuordnende Position, betonte die Leitung des Museums am Dienstag (16.05.) anlässlich der Vernissage. Er sei Künstler, Ingenieur, Poet, Physiker, Erfinder und Visionär zugleich.

Die Ausstellung ist vom Künstler selbst in Zusammenarbeit mit der Hayward Gallery in London konzipiert und im Museum Jean Tinguely eingerichtet worden. Sie bringt Werke aus allen Schaffensperioden Panamarenkos nach Basel.

Zu sehen sind unter anderem die Flugmaschinen «Das Flugzeug» (1967), «The Aeromodeller» (1969-71), «Bernoulli» (1995), «Bing of the Ferro Lusto» (1997), das Unterseeboot «Panama, Spitsbergen, Nova Zemblaya» (1996) sowie die Roboter-Hühner «Archaeopterix» (1990-1991).

Panamarenko: in der Schweiz kein Unbekannter

Der 1940 geborene Panamarenko – im öffentlichen Leben sein einziger Name – arbeitete zunächst als Performancekünstler, bevor er Bekanntschaft mit Künstlern wie Joseph Beuys oder Marcel Broodthaers schloss. 1968 präsentierte er auf Einladung von Beuys sein «Flugzeug» in der Düsseldorfer Kunstakademie.

Endgültig einem internationalen Publikum bekannt wurde der Belgier 1972 durch seine Teilnahme an der Dokumenta V in Kassel. Schon früh war sein Werk auch in der Schweiz zu sehen: 1972 machte das Kunstmuseum Luzern eine Ausstellung, 1977 folgte eine Ausstellung in Basel. Er nahm ausserdem 1984 und 1989 an der «FURKART» auf der Furkapasshöhe teil.

Kunst und Wissenschaft

Panamarenkos künstlerische Tätigkeit sei stets untrennbar mit seiner Beschäftigung mit Wissenschaft und Technologie verbunden gewesen, hält das Museum Jean Tinguely fest. Seine Kunstwerke beruhten auf seinen Interpretationen von Gesetzen der Physik, Biologie, Aerodynamik und Technik.

Die Maschinen Panamarenkos sollten die Menschen von der Schwerkraft befreien, es ihnen ermöglichen, den Kräften der Erdanziehung zu entkommen, schreibt das Museum. In diesem Sinne seien sie mehr als blosse Erfindungen.

Alle Werke seien aber mit ernsthaften Absichten entstanden -auch wenn die mechanischen Bestandteile oder die Motoren der Perfektion bedürften. Der Wunsch des Künstlers sei es stets etwas herzustellen, was schliesslich eine voll funktionstüchtige Maschine sei.

Die Ausstellung im Museum Jean Tinguely in Basel läuft vom 17. Mai bis zum 15. Oktober. Sie ist geöffnet jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 11.00 bis 19.00 Uhr.

swissinfo und Agenturen

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