Reinhart-Ring für Maskenbildner Werner Strub
In Anwesenheit von über hundert Gästen hat der Basler Theatermasken-Künstler Werner Strub am Sonntag (27.08.) im Théâtre Am Stram Gram in Genf den Hans-Reinhart-Ring 2000 entgegengenommen. Er ist die höchste Auszeichnung im Schweizer Theaterschaffen.
Die Auszeichnung sei eine grosse Ehre für ihn, sagte Strub vor der Preisübergabe. Er freue sich über diese spezielle Anerkennung seines künstlerischen Weges.
Es ist das erste Mal, dass ein Maskenbildner mit dem Reinhart-Ring ausgezeichnet wird. Er sei denn auch etwas überrascht gewesen, zumal die Maskenbildner nicht unbedingt im Vordergrund des Publikumsinteresses stünden, sagte Strub.
Wichtige Inszenierungen massgebend mitgeprägt
Tatsache ist indes, dass Werner Strub mit den von ihm geschaffenen Masken viele wichtige Inszenierungen des europäischen Theaters bereits seit 25 Jahren massgebend mitprägt.
Er gestaltet Masken aus Stoffen, Leder und anderen Materialien oder mit Schminke, sei es für Inszenierungen von Benno Besson, Giorgio Strehler, Hansgünther Heyme, Maurice Béjart oder Matthias Langhoff.
Strub wurde 1935 im Baselbiet geboren. Er lebt heute in Genf und in der Nähe von Auxerre (F) bei Lyon. 1965 hatte er neben seiner Tätigkeit als Bühnen- und Kostümbildner damit begonnen, eigene Masken fürs Theater zu fertigen.
Strub wurde bereits vorher verschiedentlich geehrt, etwa mit dem Preis des Tschechischen Literaturfonds, als er 1987 die Schweiz an der Quadriennale in Prag vertrat, und 1995 mit dem Kunstpreis seines Heimatkantons Basel-Land.
In prominenter Gesellschaft
Der Reinhart-Ring wird jeweils von einer unabhängigen, vom Vorstand der Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur berufenen Jury zugesprochen. Mit dem Ring werden Persönlichkeiten ausgezeichnet, die sich um das Theater in der Schweiz besonders verdient gemacht haben.
Der Reinhart-Ring wird seit 1957 verliehen. Zu den Trägern gehören Heinrich Gretler, Maria Becker, Lisa della Casa, Dimitri, Ruedi Walter, Benno Besson, Annemarie Blanc, Emil Steinberger, Bruno Ganz und Luc Bondy.
swissinfo und Agenturen
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