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Schriftsteller Alexander Heimann gestorben

Alexander Heimann. Keystone Archive

Am Mittwoch ist in Bern der Kriminal-Schriftsteller Alexander Heimann einem Krebsleiden erlegen.

Der 65-jährige Heimann war bekannt für seine scharf gezeichneten Romanfiguren. Er hatte für sein Schaffen diverse Preise erhalten.

Alexander Heimann hat zwar – wie so viele – Kriminalromane geschrieben. Doch durch seine Schreibweise und durch ausführliche Recherchen hauchte er seinen Charakteren Leben ein, machte sie zu Menschen aus Fleisch und Blut.

Heimann stammte aus einer Schriftstellerfamilie. Sein Vater Erwin, ursprünglich Mechaniker, wurde ab den 1930-er Jahren bekannt. Seine Hörspiele für das Schweizer Radio DRS waren richtige «Strassenfeger».

Heimanns Mutter Gertrud Heizmann machte sich einen Namen als Autorin von Kinder- und Jugendbüchern. Alexander Heimann war mit der Schriftstellerin Susy Schmid verheiratet.

Viele Preise

2002 wurde Heimann für seinen letzten Krimi «Muttertag» mit dem Deutschen Krimi Preis in Bochum geehrt, bereits zum zweiten Mal. Den ersten Deutschen Krimi Preis hatte er 1997 für «Dezemberföhn» erhalten.

Auf einen Schlag bekannt wurde der gelernte Buchhändler mit seinem Erstling «Lisi» 1980. Der Roman wurde als «Lisi und der General» verfilmt. Die Hauptrollen spielten die bekannten Schweizer Schauspieler Sylvia Silva und Walo Lüönd.

Romane, Hörspiele und Theater

Es folgten die Romane «Die Glätterin» (1982), «Bellevue» (1984), «Nachtquartier» (1987), «Honolulu» (1990), «Wolfszeit» (1993) und «Dezemberföhn» (1996). Wie Roland Schärer, Heimanns Lektor, sagte, wird das Bayerische Fernsehen BR «Wolfszeit» verfilmen.

Daneben verfasste Heimann Erzählungen, Hörspiele und arbeitete fürs Theater. 1997 führte das Theater an der Effingerstrasse in Bern seinen Drama-Erstling «Höhenkoller» auf.

Kulturjournalisten zeigten sich betroffen und hilflos von seinem plötzlichen Tod. Heimann sei «voller Stimmen» gewesen, schrieb Charles Cornu vom Berner «Bund»: «Dass sie jetzt verstummt sind für immer und so früh, das macht uns traurig.»

swissinfo und Agenturen

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