Schweizer entdecken älteste Keramik Afrikas
Archäologen der Universität Genf haben in Mali die älteste Keramik Afrikas entdeckt. Die Fragmente kamen bei Ausgrabungen im Osten des Landes zum Vorschein und stammen aus einer Zeit vor mehr als 9400 Jahren vor Christus.
«Es handelt sich um winzige, verzierte Fragmente, die von einer grossen Fertigkeit der Hersteller im Umgang mit Feuer zeugen», sagte die Ethno-Archäologin Anne Mayor in Bamako, der Hauptstadt Malis. Die Entdeckung wird in der September-Ausgabe des Fachmagazins «Antiquity» vorgestellt.
Mayor gehört zu einem Forschungsteam um Eric Huysecom von der Universität Genf, das sein Lager in der ostmalischen Stadt Dimmbal aufgeschlagen hat. Die Schweizer Gruppe besteht aus fünf Forschern der Universität Genf und drei Wissenschaftern der Uni Freiburg.
Entdeckt hat die reichen Fundstätten im Land der Dogon, einer ostmalischen Volksgruppe, der Lausanner Geologe Marcel Burri. Während seiner Ferien fand er auf der Hochebene von Bandiagara zwei alte Pfeilspitzen. Seit zwanzig Jahren graben Schweizer Archäologen in dem Gebiet.
Momentan konzentrieren sie sich auf Fundstätten in Ounjougou, wie Mayor sagte. «Das ist ein einmaliger Ort mit einem riesigen Potenzial für Entdeckungen.» An den Forschungen beteiligt sind auch Wissenschafter aus Mali, Deutschland und Frankreich.
swissinfo.ch und Agenturen
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