Schweizer Plastikausstellung in Biel
Die 10. Schweizer Plastikausstellung (17.06.-31.08.) in Biel präsentiert nicht einfach "nur" Skulpturen sondern Eingriffe in die Wirklichkeit der Stadt im Berner Seeland. 39 Künstlerinnen und Künstler aus dem In- und Ausland wirken mit.
Die in der Ausstellung vertretenen jungen Künstler der Gegenwart arbeiteten mit neuartigen Mitteln. Sie mischen sich in die Infrastruktur der Stadt ein und «infiltrieren» mit ihrer Kunst den Alltag.
Mehrdeutiges «Change»
Vom Dach der Berner Kantonalbank leuchtet beispielsweise, aus weissen Ziegeln geformt, das Wort «CHANGE». Es kann «Geldwechsel», «Veränderung» oder «Ändere dich!» bedeuten.
Gewisse Aktionen sind nur zeitweilig zu sehen. So der Rauch, der dreimal pro Tag aus einer Villa entweicht und an einen Brand denken lässt. Es gibt auch einen Abfalleimer, der gelegentlich seinen Inhalt in die Luft schleudert. Und aus einzelnen Schächten ist Geknurre oder Autobahn-Lärm zu hören.
In Schaufenstern von Unterhaltungselektronik-Geschäften laufen Künstler-Videos und in einer Apotheke gibt es Pillen zu kaufen, die angeblich ein sofortiges Verständnis der modernen Kunst bewirken.
«Transfert – Kunst im urbanen Raum» lautet der Titel der Ausstellung. Sie beginnt im Bahnhof und erstreckt sich über vier Strassenzüge im Stadtzentrum. Die 10. Schweizer Plastikausstellung dauert bis Ende August. Von Künstlern gestaltete Plakate dazu hängen auch in ausländischen Metropolen.
Rückblick im Kunsthaus
Das Kunsthaus Centre PasquArt zeigt zum Jubiläum der zehnten Austragung einen Rückblick auf die neun bisherigen Ausstellungen seit 1954. Fotos, ein Film und Modelle, aber auch einige der damals gezeigten Plastiken führen die Wandlung in Kunst und Präsentation vor Augen.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch