Pipilotti Rist, Pixelwald Motherboard (Pixelforest Mutterplatte), 2016, Installationsansicht, Pipilotti Rist: Sip my Ocean, Museum of Contemporary Art Australia, Sydney, 2017, mit freundlicher Genehmigung des Künstlers, Hauser & Wirth und Luhring Augustine. (Foto: Ken Leanfore)
Ken Leanfore
MCA - Pipilotti Rist, 4. Stockwerk zur Milde (Foto Anna Kucera)
Anna Kucera
Eine australische Ausstellung der Schweizer Künstlerin Pipilotti Rist erwies sich als grosser Verkaufsschlager. Die Ausstellung "Sip my Ocean" (Schlürfe meinen Ozean) im "Museum of Contemporary Art" in Sydney ist eine Retrospektive von Rists Werk, dessen Popularität das Museum überrascht hat.
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Als Mitglied unseres Multimedia-Teams konzentriere ich mich auf alles, was mit Bildern zu tun hat - Fotobearbeitung, Fotoauswahl, redaktionelle Illustrationen und soziale Medien.
Ich studierte Grafikdesign in Zürich und London, 1997-2002. Seitdem habe ich als Grafikdesignerin, Art Director, Bildbearbeiterin und Illustratorin gearbeitet.
Als Online-Redakteur in der portugiesischsprachigen Redaktion, der für die Kulturberichterstattung von SWI swissinfo.ch verantwortlich ist, arbeite ich als Reporter, Redaktor, Kunst- und Filmkritiker und koordiniere zudem freie Mitarbeitende.
Geboren in São Paulo, Brasilien, studierte ich Film und Wirtschaft, machte aber eine Karriere im Journalismus in verschiedenen Funktionen (Reporter, Redaktor, internationaler Korrespondent), bevor ich zum Dokumentarfilm wechselte, als Entwickler und Produzent, und dann zur bildenden Kunst (im Kunstverlag und als Kurator). Seit 2017 bin ich bei SWI swissinfo.ch, wo ich diese breite Erfahrung in die Koordination unserer Kulturabteilung einbringen kann.
Die Ausstellung war so beliebt, dass sie das Museum zeitweise an die Grenzen seiner Kapazität brachte. Es bildeten sich lange Schlangen von Menschen, welche die farbenfrohe Ausstellung sehen wollten.
Die Direktorin des Museums, Elizabeth Ann Macgregor, sagte, dass die sozialen Medien einen grossen Teil zum Erfolg beigetragen hätten. Zahlreiche Besucher waren mit Fotos der Ausstellung, die sie auf Instagram gefunden hatten, ins Museum gekommen und baten ausdrücklich darum, Kunstwerke von Rist zu sehen.
Die Entscheidung des Museums, eine «selfielose» Nacht zu veranstalten, erwies sich als kluger PR-Trick. Obwohl der Hashtag #PipilottiRist nach Schätzungen des Museums «mehr als 4,1 Millionen Menschen erreicht» hatte, wurde in den letzten Wochen der Ausstellung eine «unplugged session» angeboten, bei der die Besucher ihre Handys ausschalten mussten.
Die Ausstellung bot auch einen nackten Besuchsabend, der, obwohl ungewöhnlich, zu Rists künstlerischen Themen passte. Die Website des Museums beschrieb es als Chance, «die befreiende Wirkung des Kunstgenusses nackt zu erleben».
Macgregor sagte, das Museum sei ein Risiko eingegangen, als es sich für Rists Werk entschieden habe, weil die Schweizer Künstlerin bei der breiten Öffentlichkeit in Australien nicht sehr bekannt sei.
Rists Arbeit begann noch in der Epoche des Fernsehens, dem Aufkommen neuer Technologien. Die Ausstellung spannte den Bogen von den Einkanal-Videos der 1980er-Jahre bis hin zu den grossformatigen audiovisuellen Installationen der Schweizer Künstlerin. Die Arbeiten nahmen den gesamten dritten Stock des prestigeträchtigen Veranstaltungsortes ein.
(Übertragung aus dem Englischen: Peter Siegenthaler)
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