Seraina Mischol gewinnt «Engadiner»
Die Die 27-jährige Langläuferin aus Davos hat den Engadiner Skimarathon überlegen gewonnen. Bei den Herren lief Curdin Perl als Dritter ebenfalls aufs Podium, war aber dennoch enttäuscht.
Alle Jahre wieder starten in Maloja Tausende über die 42,2 Kilometer hinunter nach S-chanf. Bei der 41. Austragung waren es 11’016 Sportlerinnen und Sportler, welche sich ins Abenteuer «Engadiner» stürzten.
Im Ziel konnten die Zuschauer Seraina Mischol als überlegene Siegerin feiern. Die zweitplatzierte Hilde Pedersen aus Norwegen, in ihrer Blütezeit mehrfache Medaillengewinnerin an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen, büsste bereits drei Minuten ein.
Mischol rettete sich mit dem gelungenen Rennen eine verkorkste Saison, da sie im Weltcup wegen gesundheitlicher Rückschläge bisher nicht auf die erwarteten Resultate gekommen ist.
«Nach den Problemen in diesem Winter macht mich dieser Erfolg umso glücklicher», sagte Mischol, die ein stattliches Steinbock-Geweih nach Hause nehmen konnte. Sie geht nun voller Zuversicht in die letzten Weltcup-Rennen.
Erstaunlich ist, dass sie als schnellste Frau für die – mehrheitlich flache – Marathonstrecke lediglich fünf Minuten mehr benötigte als der Sieger bei den Herren, der Italiener Fabio Santus. Dies war aber eine Folge davon, dass die Spitze des Männerrennens wegen lästigem Gegenwind lange taktierte.
Hinter Santus und dessen Landsmann Marco Cattaneo sorgte Curdin Perl dafür, dass die Schweiz auf dem Podest vertreten war. Der 24-jährige Lokalheld aus Pontresina war dennoch enttäuscht. Mit einem Tempoforcing hatte Perl dafür gesorgt, dass die Spitze auseinander fiel. Ihm fehlte aber die Kraft, um seine beiden letzten Gegner aus Italien vor der Zielgeraden abzuschütteln.
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