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Verwaltungsratspräsident der Feldschlösschen-Gruppe verteidigt Verkauf des Getränkebereichs

Robert A. Jeker, Verwaltungsratspräsident der Feldschlösschen-Gruppe, hat am Samstag (01.04.) in einer Sendung von Schweizer Radio DRS, den angekündigten Verkauf des Getränkebereichs des Konzerns mit Sitz in Rheinfelden (AG) verteidigt.

Robert A. Jeker, Verwaltungsratspräsident der Feldschlösschen-Gruppe, hat am Samstag (01.04.) in einer Sendung von Schweizer Radio DRS, den angekündigten Verkauf des Getränkebereichs des Konzerns mit Sitz in Rheinfelden (AG) verteidigt. Der Verkauf erfolge im besten Interesse von Kunden, Mitarbeitern und Aktionären.

Wenn der Verkauf abgeschlossen sei, könnten jene Missverständnisse ausgeräumt werden, die heute für Unruhe sorgten, sagte der Verwaltungsratspräsident des Unternehmens, Robert A. Jeker, in der «Samstagsrundschau» von Schweizer Radio DRS.

Im Interesse aller

Jeker bekräftigte in der Sendung erneut seine Absicht, den am vergangenen Mittwoch (29.03.) angekündigten Verkauf des Getränkebereichs «im besten Interesse von Kunden, Mitarbeitern und Aktionären» vollziehen zu wollen.

Dabei werde das Bier- und Mineralwassergeschäft nicht zwingend an den Meistbietenden verkauft. Es gehe vielmehr darum, neben den klaren Preisforderungen der Aktionäre auch qualitative Vorgaben zu berücksichtigen. Zur Höhe der Preisforderungen und zu den Namen allfälliger Kaufinteressenten machte Jeker allerdings keine Angaben.

Er verwies lediglich auf Sondierungsgespräche mit grossen ausländischen Brauereien, die auf ein positives Ergebnis des Verkaufsgeschäfts schliessen liessen. Eine schweizerische Lösung mit einem Zusammengehen von Feldschlösschen und Eichhof bezeichnete der Feldschlösschen-Verwaltungsratspräsident als nicht sinnvoll.

Druck der Grossaktionäre

Ausweichend reagierte Jeker auf Vorwürfe, wonach der Verkauf des Getränkebereichs und der Rückzug des Feldschlösschen-Konzerns auf das Immobiliengeschäft nur auf Druck der Grossaktionäre beschlossen worden sei.

Es treffe zwar zu, dass bedeutende Anteilseigner wie Pensionkassen, die Eichhof-Gruppe oder auch die Gruppe um den Zuger Rohstoffhändler Marc Rich verschiedentlich eine Aufspaltung des Konzerns in einen Getränke- und einen Immobilienbereich verlangt hätten.

Der Entscheid zum Verkauf des Getränkegeschäfts sei aber letztendlich auf Grund der «unglaublichen Konsolidierung auf dem Getränkemarkt und der dramatischen Veränderung bei der Bewertung der Immobilien» gefällt worden.

Produktionsstandort Schweiz soll erhalten bleiben

Jeker zeigte sich überzeugt, dass die Feldschlösschen Getränke AG ein «schweizerisches Unternehmen, basierend auf den jetzigen Produktionsstandorten» bleiben werde. Mit dem geplanten Verkauf des Bier- und Mineralwassergeschäfts werde zwar die Aktionärsstruktur verändert, die im Markt verankerten Produkte würden davon aber nicht betroffen.

Rheinfelden mit der Feldschlösschen-Kernbrauerei sei zudem als Produktionsstandort gesetzt, und auch in Freiburg verfüge das Unternehmen über eine moderne Anlage, die trotz ungenügender Auslastung nicht einfach übergangen werden könne. Wenn der geplante Verkauf an einen ausländischen Grosskonzern als Ausverkauf taxiert werde, so sei dies ein grosses Missverständnis.

swissinfo und Agenturen

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