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Lawrow wirft USA Betrieb von Labors für Biowaffen in Ukraine vor

Der russische Außenminister Sergej Lawrow warf den USA bei einer Pressekonferenz in Antalya vor, in der Ukraine Forschung für die Entwicklung von biologischen Waffen betrieben zu haben. Die Pressekonferenz wird auch in Versailles, wo derzeit ein EU-Gipfel tagt, mit Spannung verfolgt. Foto: Kay Nietfeld/dpa Keystone/dpa/Kay Nietfeld sda-ats

(Keystone-SDA) Der russische Aussenminister Sergej Lawrow hat den USA vorgeworfen, heimlich in der Ukraine Laboratorien für die Entwicklung von biologischen Waffen betrieben zu haben.

Moskau habe Washington schriftlich aufgefordert, seine Experimente in den Biolaboratorien in der Ukraine zu erklären, sagte Lawrow am Donnerstag nach einem Treffen mit seinem ukrainischen Kollegen Dmytro Kuleba in Antalya. Lawrow warf den USA vor, unter grösster Geheimhaltung an der Entwicklung von biologischen Waffen gearbeitet zu haben.

Kritik aus dem Westen, dass es dafür keine Belege gebe, wies Lawrow zurück. «Das ist nicht verwunderlich», sagte Lawrow. Niemand habe bisher davon gewusst, weil es sich um ein geheimes Programm handele. Das russische Verteidigungsministerium hatte dazu bereits Dokumente veröffentlicht, die das Programm beweisen sollen, und kündigte weitere Belege an.

Lawrow rechtfertige dabei erneut den Einmarsch Russlands in der Ukraine und behauptete, es handele sich nicht um einen «Überfall». Russland betont stets, es handele sich um eine «militärische Spezial-Operation», um die russischsprachige Bevölkerung zu schützen und Gefahren für die eigene Sicherheit abzuwenden. Die Operation laufe nach Plan.

Lawrow kritisierte in diesem Zusammenhang, dass der Westen die Ukraine mit Waffen ausstatte. Verantwortung für die Lage in der Ukraine hätten auch jene, die etwa Söldner dorthin schickten. «Wir wollen diesen Krieg beenden», sagte der Minister.

«Wir planen nicht, weitere Länder zu überfallen. Wir haben auch nicht die Ukraine überfallen», sagte Lawrow. Russland sei weiter bereit zu Verhandlungen über einen Waffenstillstand und die Funktion von humanitären Korridoren. Moskau sei offen für jede Form von Kontakten zur Lösung der Krise in der Ukraine. Zugleich betonte er, dass es keine Alternative zu den Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland in Belarus gebe. Das sei auch bei den Gesprächen mit Kuleba klar geworden.

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