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1:1 gegen Schweden

Ricardo Cabanas (links), der Schweizer Torschütze, stellt sich dem Schweden Söderström in den Weg. Keystone

Die Schweizer Fussballer errangen in Malmö gegen WM-Teilnehmer Schweden ein verdientes Unentschieden. Cabanas glich nach 54 Minuten die Führung der Schweden aus.

Im siebten Länderspiel unter Nationalcoach Köbi Kuhn vermochte die Schweiz gegen Schweden nicht nur die positive Gesamtbilanz gegen die Skandinavier zu wahren. Sie tankte gegen das in Ernstkämpfen seit der Europameisterschaft in Holland und Belgien ungeschlagene Schweden auch tüchtig Moral für die im September beginnene EM-Qualifikation gegen Georgien, Albanien, Irland und Russland.

45 Minuten zum Angewöhnen

Die Schweizer benötigen vor 19’000 Zuschauern in Malmö eine Halbzeit lang, um sich an das leicht veränderte Spielsystem und die zahlreichen neuen Spieler zu gewöhnen.

Kuhn liess seine Mannschaft mit einem 4-3-2-1-System agieren und musste im dritten Länderspiel dieses Jahres gleich auf fünf Stammspieler (Stiel, Vogel, Wicky, Müller und Di Jorio) verzichten. Dennoch vermochten sich die Schweizer nach einer bescheidenen ersten Halbzeit im zweiten Umgang deutlich zu steigern und verdienten sich damit das Unentschieden.

Schwache rechte Seite

Der torgefährliche Allbäck brachte die Einheimischen nach einer halben Stunde mit dem erst dritten vielversprechenden Angriff der Schweden in Führung. Aussenverteidiger Mellberg hatte von der rechten Seite in den Strafraum gespielt, Anders Svensson liess täuschend durch, und Henchoz fälschte zum freistehenden Allbäck ab, der sich die Ecke aussuchen konnte. Via Innenpfosten landete der Ball unerreichbar für Goalie Borer im Netz. Für Heerenveen-Stürmer Allbäck war es bereits der achte Treffer im 16. Länderspiel.

Es war bezeichnend, dass dieser Treffer von der rechten Seite lanciert worden war. Aussenverteidiger Ludovic Magnin bekundete grosse Probleme auf seiner Aussenbahn und war gestern der schwächste Schweizer. Die besten Noten verdienten sich die beiden Innenverteidiger Murat Yakin und Stéphane Henchoz, Cabanas im Mittelfeld sowie der sichere und ruhige Torhüter Borer.

Borer rettet Unentschieden

Das Ausgleichstor von Cabanas kurz nach der Pause lenkte das Spiel nach 54 Minuten in neue Bahnen. Der Mittelfeldspieler der Grasshoppers lenkte einen Corner von Fournier mit dem Kopf herrlich ins schwedische Tor.

Die Schweizer wirkten danach wie verwandelt, spielten frech mit und gestanden dem weiter ungeschlagenen WM-Teilnehmer nur noch eine Torchance zu. Der aufmerksame Borer machte jedoch den Versuch von Celtic-Topskorer Larsson (81. Minute) mit schöner Parade zunichte.

René Baumann (Si), Malmö

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