63 Papierlose müssen Schweiz verlassen
Die Freiburger Kantons-Regierung hat am Mittwoch (22.08.) beim Bund um eine Regelung für 21 der 84 Papierlosen nachgesucht, die in Freiburg seit Anfang Juni die Kirche St. Paul besetzt halten. Die übrigen 63 Papierlosen werden zur Ausreise aufgefordert.
Die Papierlosen lehnten am Dienstag nach 78 Tagen Besetzung der Pfarrei-Räumlichkeiten den ultimativen Vorschlag des Pfarreirats ab, die Aktion mit noch fünf Personen in der Kirche symbolisch fortzusetzen. Sie verlangten stattdessen, dass mindestens 30 Personen bis zum 17. September, dem Auftakt der Herbstsession der Eidgenössischen Räte, vor Ort bleiben dürften.
Der Pfarreirat von St. Paul in Freiburg liess am Dienstag verlauten, er lasse sich auf keine weiteren Diskussionen mit den Papierlosen, den sans-papiers, mehr ein. Das Gremium wollte die Räumung beantragen, nachdem die Besetzer einen letzten Kompromiss-Vorschlag abgelehnt hatten.
Der Präfekt des Saane-Bezirks, Nicolas Deiss, an den der Pfarreirat formell das Gesuch zur Räumung der Kirche gestellt hat, will am Donnerstag den Anwalt der Papierlosen und die Medien über das weitere Vorgehen informieren.
swissinfo und Agenturen
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