Ab Montag Tenü grün
Am Montag beginnt für 84 Schweizerinnen und 12'536 Schweizer die Rekrutenschule. Sie können sich erstmals freiwillig gegen Hirnhautentzündung impfen lassen.
Die Zahl von 84 Rekrutinnen stellt einen Rekord dar. Aufgeboten sind insgesamt 9274 deutsch-, 2992 französisch- und 354 italienischsprachige Rekruten.
Sie werden durch 150 Kompaniekommandanten, 395 Zugführer, 95 Ärzte, Quartiermeister und Logistikoffiziere, 115 Feldweibel, 96 Fouriere und 2995 Korporäle ausgebildet. Für die Leitung der Ausbildung stehen über 1000 Berufs- und Zeitmilitärs zur Verfügung.
Enger Kontakt als Risiko
Wegen der zunehmenden Anzahl Erkrankungen an Hirnhautentzündung wird in der Frühjahrs-RS erstmals eine freiwillige Impfung angeboten. Zwischen Juli 2000 und Juni 2001 hatten sich insgesamt 5 Armeeangehörige angesteckt.
Die Krankheit wird als Tröpfchen-Infektion beim Niesen und Husten oder über direkten Körperkontakt übertragen. Die Ansteckungsgefahr ist deshalb für Kinder in Krippen, Internatsschüler oder Rekruten erhöht, die in gemeinsamen Schlafsälen untergebracht sind.
Erhöhte Ansteckungsgefahr
Studien haben gezeigt, dass die Ansteckungsgefahr in der Rekrutenschule sieben Mal höher ist als im Zivilleben. Die Krankheit kann auch bei sofortiger Behandlung tödlich verlaufen.
Der gewählte Impfstoff wirke ausschliesslich gegen Meningokokken, sei gefahrlos und ohne Nebenwirkungen, teilte das Verteidigungs-Departement VBS mit. Die Kosten der geplanten Aktion werden auf 1,2 Mio. Franken geschätzt.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch