Bald wird wieder viel gereist!
Für Schweizer Reiseveranstalter erholt sich das Reisegeschäft bald wieder. Nach den Absagen wegen den Attentaten in den USA und dem Swissair-Debakel ist der Negativtrend gebrochen.
Zur Zeit ist eine Neuorientierung bei den Destinationen zu beobachten. Die Schweizer Kundinnen und Kunden buchen die Karibik, die Kanarischen Inseln und Asien. Ein Teil der Kundschaft vermeidet Flüge und bevorzugt Reisen mit dem Zug. Das ist sind einige Erkenntnis des diesjährigen Travel Trade Workshop in Montreux am Genfersee.
Die Zahl der Reservationen hat nach den Terroranschlägen in den USA deutlich abgenommen. Von der Krise am härtesten betroffen sind kleinere Agenturen, die sich auf Reisen in die USA oder den Nahen Osten spezialisiert haben. Weniger unter dem Einbruch leiden die grossen Büros, welche eine breite Palette an Reisezielen anbieten.
Die Amerikaner kommen wieder
Optimistisch zeigt sich die Reisebranche auch bezüglich der Rückkehr amerikanischer Touristen, die ihre Auslandreisen in Massen annulliert hatten. Sobald die Konjunktur wieder anziehe, würden die Amerikaner zurückkehren, sagte Werner Wiedmer, Handelsattaché der amerikanischen Botschaft.
Der Travel Trade Workshop ist die wichtigste Touristikmesse der Schweiz. Bis Freitag sind mehr als 1’200 Aussteller aus 111 Ländern in Montreux versammelt. Letztes Jahr hatten rund 10’900 Tourismus- Profis die Messe besucht.
Airline wichtig
Die drei grössten Schweizer Reiseveranstalter begrüssen die Pläne für die «Neue Crossair». Das sagten die Vertreter von Kuoni, Hotelplan und TUI bei der Eröffnung des Travel Trade Workshops in Montreux. Der Durchbruch bedeute eine «sehr wichtige Entspannung» für die Reisebranche.
Die Kunden seien bereit, mit der neuen Gesellschaft zu fliegen, solange sie vertrauenswürdig und sicher sei und einen Service von hoher Qualität biete, unterstrich TUI-Sprecher Roland Schmid.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch